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Durchbruch bei geplantem Schulumbau

In Stolpens Basaltus-Grundschule wird der Platz knapp. Jetzt soll angebaut werden. Das hat Auswirkungen auch für die Oberschule.

Im vorderen Bereich bekommt die Basaltus-Grundschule einen Anbau. Der soll das Platzproblem lösen.
Im vorderen Bereich bekommt die Basaltus-Grundschule einen Anbau. Der soll das Platzproblem lösen. © Steffen Unger

Manches dauert eben etwas länger, so zum Beispiel die Planung für den Umbau und die Erweiterung der Basaltus-Grundschule an der Pirnaer Landstraße in Stolpen. Inzwischen drängt die Zeit und Bürgermeister Uwe Steglich (FDP) auf eine endgültige Entscheidung. Denn die Hoffnung, dass Stolpen doch mehr Fördermittel für den Umbau und die Erweiterung der Grundschule bekommt, hat er aufgegeben. "Irgendwann muss man sagen, jetzt ist Schluss. Wir kämpfen schließlich schon lange um Fördermittel", sagt der Bürgermeister. Seit dem Jahr 2003 wird an dem Komplex mit Grundschule und Oberschule gebaut. Eine großzügige Erweiterung ist an diesem Standort nicht mehr möglich. Deshalb wird ebenfalls seit Jahren an mehreren platzsparenden, aber effektiven Varianten gearbeitet. Und offenbar soll nun ein Schlussstrich unter die eigentliche Planung gezogen werden.

Die inzwischen elfte Variante soll es nun sein, die im kommenden Jahr umgesetzt wird. Der Stadtrat verständigte sich unlängst darauf.  Der Anbau soll zweigeschossig werden mit je 70 Quadratmetern pro Etage. Die Räume wurden noch einmal umsortiert, um möglichst viel Platz zu gewinnen. Notwendig ist das ganze, weil die Grundschule künftig immer zweizügig betrieben werden soll, weil in Stolpen und im Einzugsgebiet immer mehr Kinder geboren werden, die dann eben in die Grundschule gehen. Derzeit sind es 125 Kinder. Fast alle nutzen den Schulhort. Also braucht es dort mehr Räume. Eine Ausnahmegenehmigung gibt es derzeit noch. Doch die läuft noch 2020 aus. Damit hätte die Stadt in jedem Fall eine Entscheidung treffen müssen, wie es weitergehen soll. Ein kompletter Neubau, der die Probleme lösen würde, musste aber ad acta gelegt werden, da die Stadt dafür überhaupt keine Zuschüsse bekommen hätte.

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Deshalb einigte man sich nun auf einen Kompromiss, wohl wissend, dass damit die Außenfläche für die Schüler kleiner wird. Die Stadt hat dafür aber schon über Alternativen nachgedacht. Laut Richtlinie würde der dann verbleibende Platz pro Schüler zwar ausreichen. Die Stadt will dennoch mehr Fläche anbieten.

Im obereren Bereich des Schulgeländes befindet sich eine Fläche von etwa 1.000 Quadratmetern in Privatbesitz. Die Stadt erwägt, das Land mit dazu zu kaufen. Das könnte dann ebenfalls als Schulhof mit genutzt werden. Mit der jetzigen Entscheidung steht nun aber auch fest, dass die Oberschule nicht dreizügig betrieben werden kann. Das hatte sich eigentlich der Landkreis im Schulnetzplan gewünscht. Aber irgendwo ist der Platz nun tatsächlich ausgeschöpft. Die Idee, dass in Stolpen künftig nur die Oberschüler unterrichtet und in Langenwolmsdorf nur die Grundschüler, wurde durch die Stadt Stolpen bereits verworfen. 

Der Zeitplan ist jetzt ziemlich eng gestrickt. Bis Oktober hofft man in Stolpen, die kompletten Planungsunterlagen fertig zu haben, sodass bis Jahresende das Vorhaben genehmigt werden könnte. In den Monaten Januar und Februar soll das Bauvorhaben ausgeschrieben werden. Wenn alles so wie geplant läuft, könnte im März oder April nächsten Jahres Baubeginn sein.

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