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Sanierung der Bautzner Straße soll im Sommer beginnen

Die Arbeiten sollen etwa drei Monate lang dauern. Die Umleitungsstrecken für die Autos in Dresden stehen schon fest.

Neben dem Fußweg wird im Sommer bei der Sanierung der Bautzner Straße zwischen Glacisstraße und Hoyerswerdaer Straße ein Radweg gebaut. Dafür mussten kürzlich die Eibenbüsche beschnitten werden.
Neben dem Fußweg wird im Sommer bei der Sanierung der Bautzner Straße zwischen Glacisstraße und Hoyerswerdaer Straße ein Radweg gebaut. Dafür mussten kürzlich die Eibenbüsche beschnitten werden. © René Meinig

Die Straßenbahnen sind langsamer als jeder Radfahrer. Sie kriechen im Schritttempo über die Bautzner zwischen Glacisstraße und Hoyerswerdaer Straße. Mehr geben die maroden Gleise nicht her. Die Schienen wurden in der Sowjetunion gefertigt und 1984 eingebaut. Die 200 Meter lange Strecke ist in üblem Zustand, weiß Roland Ende, Gleischef der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB). „Die Schienen sind völlig verbraucht“, sagt er.

Noch bis zu den Sommerferien müssen die Fahrgäste der Linien 6 und 11 dort damit leben, dass sie ständig überholt werden. Dann wird gebaut. Kurz vor den Ferien sollen die Arbeiten beginnen, im Moment läuft die Ausschreibung für die knapp zwei Millionen Euro teure Straßensanierung. Reichlich drei Monate dauern die Bauarbeiten, etwa in den Herbstferien sollen sie abgeschlossen sein. In dieser Zeit werden Rohre und Kabel unter der Straße erneuert, die Stadtentwässerung bekommt neue Abwasserschächte. Die neuen Gleise liegen künftig weiter auseinander. Damit ist dann auch dieser Streckenabschnitt bereit für die breiteren Straßenbahnen, die voraussichtlich ab 2021 in Dresden fahren sollen.

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Knackpunkt bei den Planungen war der Radweg auf der Südseite der Bautzner Straße. Er soll zwischen den großen Straßenbäumen und dem kleinen historischen Park verlaufen. Für Geh- und Radweg wird deshalb mehr Platz gebraucht, die Bäume dürfen aber nicht angetastet werden. Die großen Eibenbüsche im Park mussten dafür beschnitten werden. Darüber haben Planer und Denkmalschützer lange gestritten. Jetzt steht fest: Der Radweg kommt, es wird genügend Platz dafür neben dem Fußweg geben. Die Büsche sind bereits zurechtgeschnitten worden.

Auf der anderen Straßenseite entsteht ebenfalls ein neuer Radweg, aber direkt neben der Autofahrbahn. Er schließt sich an den Radfahrstreifen an, der zurzeit auf der anderen Seite der Kreuzung Bautzner-/Rothenburger Straße endet. Vor drei Jahren hat dort ein Betonlaster eine 26-jährige Radfahrerin überfahren, die Dresdnerin starb kurz darauf im Krankenhaus.

Außerdem werden Schäden an den Haltestellen am Albertplatz repariert. Dort entsteht zwischen Alaunstraße und Glacisstraße auch eine neue Bautzner-Querung mit Ampeln. Die Umleitungen verlangen von Autofahrern und Straßenbahnkunden starke Nerven. Stadteinwärts geht es während der Bauzeit über die Parallelstraße zur Bautzner, die sogenannte Kleine Bautzner. Stadtauswärts führt die Umleitung über die Glacisstraße und die Melanchthonstraße. Die Linien 6 und 11 müssen umgeleitet werden. Schienenersatzverkehr zwischen dem Albertplatz und der Rothenburger Straße wird es voraussichtlich nicht geben. Dazu sei die Strecke zu kurz, sagt DVB-Gleischef Ende.