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Bau der Hauptstraße geht schleppend voran

„Mit dem Straßenbau in Westewitz geht es nicht voran. Da wurde ja zu DDR-Zeiten schneller gebaut“, schimpft Heinz Häfner aus Westewitz. Er habe Bedenken, dass die Baustelle nicht vor Einbruch des Winters fertig werde und somit auch der Winterdienst nicht möglich sei.

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Von Sylvia Mende

„Mit dem Straßenbau in Westewitz geht es nicht voran. Da wurde ja zu DDR-Zeiten schneller gebaut“, schimpft Heinz Häfner aus Westewitz. Er habe Bedenken, dass die Baustelle nicht vor Einbruch des Winters fertig werde und somit auch der Winterdienst nicht möglich sei.

Diese Bedenken kann und will Thomas Kranz, Leiter des Straßenverkehrsamtes, ausräumen. „Die offizielle Verkehrsfreigabe für die gesamte Straße wird im November erfolgen“, sagte er dem Döbelner Anzeiger auf Nachfrage. Der Abwasserzweckverband Döbeln-Jahnatal hat seine Arbeiten, allerdings auch mit einem zeitlichen Verzug, abgeschlossen. Nun ist noch der Straßenbau zu erledigen.

Amt kennt Probleme

Kranz kennt das Problem der Anwohner, dass nicht nur Heinz Häfner anspricht. Auch auf der Gemeinde gingen viele Beschwerden über den zögerlichen Baufortschritt ein. Bürgermeister Frank Noack setzte sich mehr als ein Mal mit dem Straßenbauamt als Bauherr auseinander. Um das Problem zu klären, forderte Thomas Kranz schon seit einigen Wochen die Baufirma ATS Chemnitz auf, mehr Technik und Personal auf der Baustelle vorzuhalten, um so schneller voran zu kommen. Bis Anfang dieser Wochekam der Baubetrieb der Forderung nicht nach. Nun sind eine zweite Baubrigade und ein Subunternehmer angerückt, damit es auf der Baustelle schneller vorwärts geht.

Bedenken ausgeräumt

„Die Zustände sind belastend. Seit Wochen gleicht die Hauptstraße in Westewitz einer Mondlandschaft. Jetzt ist die Straße auch noch bis zum Haupteingang der Klinik aufgerissen“, so ein Anwohner der Hauptstraße. Er habe es munkeln hören, dass der Verkehrsweg nun nur noch bis zur Einfahrt der Neubauten vor dem Winter in Ordnung gebracht werde.

„Dem ist nicht so“, sagte Thomas Kranz. Nach mehreren Verhandlungen mit dem Baubetrieb gebe es nun einen neuen Bauablaufplan. Vorgesehen sei, dass die Hauptstraße vom Gemeindeamt bis zur Einfahrt zu den Neubauten eine Tragschicht und danach der Kirschberg von der Einfahrt zum Kanuheim bis zur oben genannten Einfahrt die Deckschicht bekommt und somit wenigstens der Durchgangsverkehr gewährleistet wird. Einen genauen Termin konnte Kranz nicht festlegen.

Parallel zum Straßenbau wird die Entwässerungsleitung in der Straße Bäckerberg verlegt. Diese Maßnahme wurde zusätzlich ins Projekt aufgenommen, weil die Leitungen der Klinik und der Anwohner getrennt werden müssen.

„Überhaupt hat es viele zusätzliche Probleme auf dieser Baustelle gegeben, die nicht planbar waren“, sagte der Leiter des Straßenverkehrsamtes.