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Bau der Kodersdorfer Kirche geht weiter

Der Turm ist zwar fertig, aber am Kirchenschiff stehen noch Arbeiten an. Dafür wird eine sechsstellige Summe gebraucht.

Derzeit werden an der Kodersdorfer Kirche noch Drainagearbeiten vorgenommen. Im nächsten Jahr ist das Kirchenschiff an der Reihe.
Derzeit werden an der Kodersdorfer Kirche noch Drainagearbeiten vorgenommen. Im nächsten Jahr ist das Kirchenschiff an der Reihe. ©  André Schulze

Klaus Peter Hänel atmet auf. Der Kirchturm in Kodersdorf ist endlich fertig und müsste die nächsten Jahrzehnte unbeschadet überstehen. Ob der Bauverantwortliche der Kirchgemeinde durch all die notwendigen Absprachen, Koordinierungen, das Beantragen von Fördergeldern und Warten auf Genehmigungen ein paar graue Haare mehr bekommen hat, kann er natürlich nicht sagen.

Fest steht aber: „Die Arbeiten haben viel Kraft gekostet.“ Deshalb ist er umso stolzer auf das, was in der Rückschau gar nicht so spektakulär daher kommt, durch die besonderen Anforderungen eines Kirchturmes aber durchaus beachtenswert ist. „Ich denke da nur an die drei Ringanker und den überarbeiteten Glockenstuhl. Die Treppen wurden komplett erneuert, das Dach durch Industriekletterer repariert, neue Läutetechnik eingebaut und der Blitzschutz verbessert.“ Bei der Ausbesserung des Putzes und der Rissverpressung gab es eine mehrwöchige Verzögerung, weil der Sommer 2018 so heiß war und das dem verwendeten Material nicht zuträglich war. „Dadurch hat sich auch die Farbgebung verzögert und wir mussten das Gerüst über den Winter stehen lassen“, erklärt Hänel. Im Moment laufen noch Drainagearbeiten im Sockelbereich.

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Groß weitergebaut wird dann im nächsten Jahr. Voraussetzung für die Sanierung der Außenhaut des Kirchenschiffes einschließlich einer neuen Dachdeckung ist die Finanzierung. Laut Klaus Peter Hänel werden etwa 500 000 Euro gebraucht. Eine Fördermittelzusage des Bundes aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm für eine Teilsumme liegt bereits vor. Die Kirchgemeinde hofft nun auf weitere Gelder des Freistaates Sachsen und muss natürlich auch Eigenmittel aufbringen. Die Planung für das Großprojekt liegt bereits in der Schublade. Als Problem könnte sich die außergewöhnlich gute Auftragslage der Handwerksbetriebe erweisen. „Dadurch wird es schwierig, geeignete Firmen zu bekommen“, erklärt der Baufachmann. Weil zudem der Storch auf dem Dach sitzt, kann zwischen April und August gar nicht gebaut werden. Unklar ist außerdem, ob Fotovoltaik auf das 925 Quadratmeter große Dach gepackt werden kann – und vor allem darf. Die Kodersdorfer wären damit Vorreiter unter den hiesigen Kirchen. „In der heutigen Zeit muss man zumindest darüber nachdenken“, findet Klaus Peter Hänel.

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