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Bau-Marathon bei der Bahn

Ausgedünnter S-Bahn-Verkehr und Schienenersatz bleiben in den nächsten Jahren die Regel. Auch eine Vollsperrung ist nötig.

© Norbert Millauer

Von Heike Wendt

Nur jede Stunde eine S-Bahn bis Bad Schandau unter der Woche, Schienenersatzverkehr, der manche Bahnhöfe nicht bedient, Baulärm im Elbtal. Die Bahn überholt die Strecke zwischen Pirna und Schöna. Bis 2019 fließen 100 Millionen Euro in die Modernisierung der Schieneninfrastruktur im oberen Elbtal. Wie die DB Netz informiert, will sie in den nächsten Jahren unter anderem die Gleis- und Oberleitungsanlagen erneuern sowie die elektronische Stellwerkstechnik entsprechend anpassen. Das sei notwendig, damit internationale Güterzüge künftig genauso sicher fahren können wie der Personenverkehr.

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Arbeiten zwischen Pirna und Schöna laufen seit März. Gebaut wird an der Eisenbahnüberführung Obervogelgesang/Struppen. Die Arbeiten sollen bis Ende August abgeschlossen sein. Die Baumaßnahme ist der Grund, weswegen wochentags die S-Bahn im Stunden- statt im Halbstunden-Takt fährt. Im Anschluss daran hat die Deutsche Bahn weitere Bauarbeiten geplant. Die sind nicht nur wegen der Auswirkungen der beiden Hochwasser 2002 und 2013 nötig geworden, die den Gleisen und Weichen erheblich zugesetzt haben. Auch Schienen und Gleisbett sind auf einer so stark befahrenen internationalen Eisenbahnstrecke stark beansprucht.

Wie der Ersatzverkehr während der Bauarbeiten gewährleistet werden soll, haben Vertreter der Deutschen Bahn, des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO), des Landratsamtes sowie betroffener Kommunen im Landratsamt am Mittwoch beraten. Mindestens im Stundentakt sollen S-Bahnen während der im Herbst beginnenden Bauarbeiten fahren. Mit abgestimmten Fahrplankonzepten sollen sowohl Nah- als auch Güterverkehr gewähreistet werden. Besonderes Augenmerk gilt der touristischen Erschließung der Region. Wenn es bautechnisch möglich ist, soll der gewohnte Halbstunden-Takt angeboten werden.

Konkrete Pläne sind momentan in Arbeit. „Unsere Fahrplanabteilung bereitet derzeit gemeinsam mit den Kollegen der DB Regio den Ersatzverkehr vor“, sagt Chistian Schlemper, Sprecher des VVO. Aufgrund der vielen verschiedenen Bauabschnitte über einen sehr langen Zeitraum werden jeweils neue Konzepte geplant. Das betrifft auch den Schülerverkehr. Genaueres lasse sich aber noch nicht sagen.