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Bau- und Transportbranche sorgen für mehr Jobs in der Oberlausitz

Nach leicht steigenden Zahlen im Winter gab es im März nun weniger Arbeitslose in der Oberlausitz.

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Von Irmela Hennig

Gerade erst sorgten Schlagzeilen für Unruhe, dass die Baubranche schwächeln könnte, weil es weniger öffentliche Bauaufträge gebe. Doch in der Oberlausitz ist davon nichts zu spüren. Es ist dieser Zweig, der den Arbeitsmarkt im März am meisten beflügelt hat. Über 200 Männer und Frauen fanden im Hoch- und Tiefbau eine neue Stelle. Bautzens Arbeitsagenturchef Thomas Berndt sprach von einer „leichten Frühjahrsbelebung“. Er gab gestern die aktuellen Daten für den Oberlausitzer Arbeitsmarkt bekannt.

Im März waren 31 382 Oberlausitzer arbeitslos gemeldet. Das ist ein Rückgang im Vergleich zum Februar um 1 099 Betroffene. Schaut man sich den März 2014 an, ging die Erwerblosenzahl um 2 051 zurück. Die Quote lag bei 10,8 Prozent (Februar: 11,1 Prozent). Der positive Trend setze sich fort in der Region. Insgesamt sei der Arbeitsmarkt robust, schätzt Thomas Berndt.

Auch das Transportgewerbe bot im März zahlreiche Stellen für Arbeitssuchende. Knapp 160 Männer und Frauen wurden in der Branche fündig. 106 Oberlausitzer fanden Arbeit im Büro, 105 in der Maschinen- und Fahrzeugtechnik.

Unter den Arbeitslosen im März erhielten 21 680 Menschen Hartz IV. Sie sind dann zumeist schon länger ohne eine feste Anstellung. Der Landkreis Görlitz war davon mit 12 140 Langzeitarbeitslosen stärker betroffen als der Kreis Bautzen. Dort erhielten 9 540 Personen Hartz-IV-Leistungen. Lediglich 1 039 Langzeitarbeitslose waren als Ein-Euro-Jobber und Ähnliches beschäftigt. In Niesky waren im März 1 551 Menschen arbeitslos. Die Quote lag bei zehn Prozent. In Weißwasser lag sie bei 13,6 Prozent.

Immer mehr freie Lehrstellen

Kurz vor Beginn der Abschlussprüfungen in den Schulen gab Berndt auch Auskunft über die Situation auf dem Ausbildungsmarkt. Die ist aus Sicht der Schulabgänger gar nicht so schlecht. Denn in manchen Branchen gibt es inzwischen so viele freie Lehrstellen, dass Jugendliche unter den Arbeitgebern auswählen können. Beim Zerspanungsmechaniker kommen vier freie Lehrstellen auf einen Bewerber. Auch beim Elektroniker gibt es mehr Ausbildungsplätze als Interessierte. Umgekehrt ist es im Bereich Verkauf. Dieser Beruf steht auf der Wunschliste vieler Schüler weit vorn. Reichlich 260 Jungen und Mädchen wollen Fuß fassen. Doch es gibt nur knapp 80 Lehrstellen. Insgesamt wächst das Stellenangebot – im Vergleich zum März 2014 um rund 160 Ausbildungsplätze.

Kontakt zur Berufsberatung der Arbeitsagentur unter

0800 4555500 (kostenfrei).