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Bauarbeiten haben Vorrang vor Elterntaxis

Auf Leisnigs Lindenplatz geht im Moment fast nichts – außer für Bauarbeiter. Zu deren Gunsten gab es erneut Änderungen, was die Verkehrsführung betrifft.

Der komplette Lindenplatz in Leisnig ist im Moment eine Baustelle. Eine Zufahrt zu den Schulen ist gerade nicht möglich. Sogenannte Elterntaxis müssen den Parkplatz „Alte Feuerwache“ ansteuern. Der ist noch erreichbar.
Der komplette Lindenplatz in Leisnig ist im Moment eine Baustelle. Eine Zufahrt zu den Schulen ist gerade nicht möglich. Sogenannte Elterntaxis müssen den Parkplatz „Alte Feuerwache“ ansteuern. Der ist noch erreichbar. © Dietmar Thomas

Leisnig. Eigentlich sollte mit dem Wiederanlaufen des Schulbetriebes in der Sigismund-Reschke-Grundschule an diesem Mittwoch die zwischen beiden Schulhöfen verlaufende schmale Straße geöffnet werden. Für gewöhnlich wird der Durchgangsverkehr dort durch Pflanzkübel an der Ausfahrt zur Würkertstraße „ausgesperrt“. 

Die Zufahrt sollte über die Karl-Wagler-Straße erfolgen. Doch an deren Ende ist Schluss. Unmittelbar nach dem Kurvenbereich sind die Mitarbeiter der Leisniger Straßenbaufirma Andrä mit Kanalarbeiten beschäftigt. „Diese werden auch noch etwa zwei Wochen in Anspruch nehmen. Solange wird eine Zufahrt zur verlängerten Franciscus-Nagler-Straße in den Bereich zwischen den Schulen nicht möglich sein“, erklärt der Amtsleiter.

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Ausweich „An der Feuerwache“

Reaktionen darauf gebe es freilich wenige Stunden nach Schulstart in der Grundschule noch nicht. Die Verwaltung rechne allerdings auch kaum mit Beschwerden in größerem Umfang. 

Vielmehr geht sie nach den Worten von Thomas Schröder davon aus, dass es vor allem Mädchen und Jungen der jüngeren Klassenstufen eins und zwei sind, die von ihren Eltern mit dem Auto zur Schule gebracht werden. „Jetzt hat der Unterricht zunächst für die Viertklässler wieder begonnen“, so Schröder.

 Die Älteren würden eher selten noch von den Eltern zur Schule gefahren. Andernfalls steht zum Ein- und Aussteigen auch von Schulkindern der Parkplatz „Alte Feuerwache“ zur Verfügung. Der soll, solange es der Bauablauf zulässt, erreichbar sein.

Seit März wird nun nach mehrmaligem Verschieben des Baubeginns auf dem Lindenplatz gearbeitet. Bis zuletzt gab es noch Unklarheiten darüber, welche Leitungen wo liegen und wirklich erneuert werden müssen.

 Jetzt sieht es so aus, dass eigentlich alle Medienträger in die laufende Sanierung des Platzes einbezogen sind und Leitungen deshalb ausgetauscht werden, weil sie entweder zu alt sind oder zu nah an oder über andere liegen und beim Tiefbau kaputt gehen könnten.

 An den Tausch sind unter anderem die Unternehmen Andrä aus Leisnig und LFT aus Ostrau beteiligt, die Firma Bauer kümmert sich unter anderem um die nötige Verlegung von Elektroleitungen.

Die Anwohner haben es bisweilen etwas schwer, zu ihren Grundstücken zu gelangen. Bis jetzt sei es aber immer irgendwie gelungen. Die meisten zollen den Handwerkern vor ihrer Haustür dafür Respekt dafür, dass alles Hand in Hand abzulaufen scheint.

Bis Ende August soll die Neugestaltung der einstigen Grünen Lunge am Rande der Leisniger Altstadt abgeschlossen sein. Das Pflanzen neuer Bäume – natürlich Linden – soll im Herbst folgen.

Für die Sanierung waren Kosten in Höhe von einer Million Euro geplant. Dabei bleibt es mit ziemlicher Sicherheit nicht. Der Bauamtsleiter kündigte an, dass die Baufirmen Nachträge vorlegen werden (wir berichteten). Mehrkosten entstehen gegenwärtig sozusagen jeden Tag, um die Corona-Auflagen auf der Baustelle zu erfüllen.

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