merken
PLUS Riesa

Bauarbeiter müssen im Elbgalerie-Parkhaus ran

Nach 20 Jahren sind manche Stützpfeiler sanierungsbedürftig – weil sie Risse haben.

Was locker ist, muss ab: Heiko Gierth von der Korrosionsschutz-Spezialfirma Litterer legt im Parkhaus der Riesaer Elbgalerie beschädigte Stellen frei. Die werden in den nächsten Tagen saniert.
Was locker ist, muss ab: Heiko Gierth von der Korrosionsschutz-Spezialfirma Litterer legt im Parkhaus der Riesaer Elbgalerie beschädigte Stellen frei. Die werden in den nächsten Tagen saniert. © Sebastian Schultz

Riesa. Ziemlich laut geht es seit Montag im Parkhaus der Elbgalerie zu: Dort stemmen Mitarbeiter einer Spezialfirma Beton von den Säulen im Parkdeck minus Zwei. Darunter kommt teils rostiger Armierungsstahl zum Vorschein.

„Das ist nach 20 Jahren auch nicht verwunderlich“, sagt Center-Manager Andree Schittko. In der Vergangenheit habe man im Parkhaus lediglich kleinere Investitionen wie neue Farbanstriche gemacht. Jetzt sei eine größere Instandhaltung nötig. „Parkhäuser unterliegen immer einer höheren Belastung, schon durch die regelmäßige Feuchtigkeit im Gebäude“, sagt Schittko. 

TOP Jobs
TOP Jobs
TOP Jobs

Finden Sie bei Top Jobs jetzt Ihren Traumjob in der Region!

Und so hätten sich ursprünglich kleinere Haarrisse zu größeren Rissen entwickeln und letztlich Betonabplatzungen verursachen können. Diese werden jetzt mit lärmender Technik deutlich vergrößert: Man lege die Schadstellen großflächig frei. „Am Mittwoch kommt ein Gutachter, um sich die Situation anzuschauen. Dann entscheidet er, mit welcher Methode die Stellen saniert werden“, sagt der Centermanager. Der Gutachter hat etwa bei der Frage nach dem neuen Zement mitzureden oder entscheidet, ob zusätzliche Bewehrungsmatten eingebaut werden müssen.

Etwa zehn Tage lang werde das in Ebene minus Zwei dauern, danach geht es ähnlich lange ganz unten in der Ebene minus Drei weiter, bevor oben die minus Eins dran ist. „Dort sind die Schäden aber geringer, sodass wir dort wohl eher mit sieben Tagen Bauzeit rechnen.“ Mit Rücksicht auf die Sicherheit der Kunden-Fahrzeuge habe man die Baustelle relativ großzügig abgesperrt, damit auch ja kein abplatzender Brocken irgendwo einen Kratzer verursacht. Deshalb fallen seit Montag 36 der insgesamt 420 Stellplätze im Parkhaus weg. „Aber auch so sind genug Parkflächen für die Kunden da“, versichert Schittko.

Rolltreppen-Ersatzteil braucht Zeit

Weil man die Schäden jetzt von Grund auf angehe, werde man anschließend wieder etliche Jahre Ruhe im Parkhaus haben, schätzt der Centermanager. Ansonsten gäbe es in der Elbgalerie ständig überschaubare Instandhaltungsmaßnahmen – vor allem an den technischen Anlagen wie Aufzug, Notstromaggregat, Sprinkleranlage. „Manches verschleißt durch den Gebrauch, manches auch durch normale Alterung.“ Und warum stand kürzlich eine Rolltreppe für mehrere Tage still? „Da war eine Umlenkrolle geplatzt. Und das nötige Ersatzteil musste erst beschafft werden, das dauerte eine Weile“, sagt Schittko. Anders als früher würden Servicefirmen heute nicht mehr große Ersatzteillager vorhalten – darauf habe man keinen Einfluss.

Ansonsten sei man aber mit der Entwicklung in der Elbgalerie zufrieden: Am Mittwoch öffne der Schuh-Filialist Deichmann nach zweiwöchigem Umbau seiner Räume neu. An der Vermietung der einzigen leeren Fläche im Obergeschoss arbeite man. „Ich hatte gerade erst wieder einen Interessenten da, aber dessen Angebot hat nicht in unseren Branchenmix gepasst“, so der Galeriemanager. Gleichzeitig führt er derzeit viele Gespräche mit Ladenmietern, deren Verträge nach 20 Jahren zur Verlängerung anstehen. „Wir konnten schon sehr viele neue Verträge mit guten Mietzeiten abschließen“, sagt Schittko. Offensichtlich sind die Händler mit dem Standort Elbgalerie so zufrieden, dass sie sich auch für die nächsten Jahre daran binden wollen.

Mehr zum Thema Riesa