SZ +
Merken

Baubeginn an neuem Wohngebiet in Pesterwitz

Ab August entstehen 13seniorengerechte und eingeschossige Bungalows.

Teilen
Folgen

Von Matthias Weigel

Pesterwitz wächst – wieder einmal. Am Freitag gab es den ersten Spatenstich für das Wohngebiet am alten Sportplatz. Innerhalb von zwei Jahren entsteht damit erneut eine kleine Siedlung nahe des Ortszentrums. Erst 2009 war die Eigenheimsiedlung an der Gorbitzer Straße sowie wenig später die an der Schönen Aussicht II fertig erschlossen worden.

Am alten Sportplatz sind vorerst 13 eingeschossige, barrierefreie Bungalows geplant. Der Stadtrat hatte erst vor wenigen Wochen den Bebauungsplan für das über 12000 Quadratmeter große Areal einstimmig beschlossen. Bis dato sah der elf Jahre alte Bebauungsplan für den Sportplatz ausschließlich eine zweigeschossige Wohnbebauung mit 70 Wohnungen vor. Wegen der Lage auf dem Wohnungsmarkt konnten die Pläne aber nicht umgesetzt werden. Die Nachfrage nach altersgerechten Wohnungen wächst ständig: Nach einem Bericht in der SZ im April 2008 über die Pläne waren sofort nahezu alle Bungalows reserviert.

Berücksichtigen musste die Stadt aber erst einmal die hohe archäologische Relevanz der Fläche im ehemaligen Dorfkern aus dem Mittelalter. Das Landesamt hat in den vergangenen Tagen gegraben – ohne nennenswerte Befunde.

Den Bauarbeiten steht daher nichts mehr im Weg. Die Firmen Drebau Kleinopitz und Faber Wilsdruff beginnen nun mit der Erschließung, die bis November andauern soll. Parallel wird das Freitaler Bauunternehmen Lange die Bungalows als Bauträger errichten. Die ersten werden noch dieses Jahr stehen. Dass in Pesterwitz ein General-Bauträger zum Einsatz kommt, ist ungewöhnlich – ergibt sich aber aus der zusammenhängenden Bebauung der Häuser mit dazwischenliegenden Garagen. Die Grundstücke sind an die 250 Quadratmeter groß. Gebaut werden muss auch eine Straße, die die Dölzschener und Freitaler Straße durch das Wohngebiet verbindet.

Das neue Baugebiet ist seit Ende der 90er-Jahre das siebente, das entwickelt wurde. 250 Bauplätze entstanden. Die Planungen gehen auf die Zeit zurück, als Freitals heutiger OB Klaus Mättig (CDU) hier noch Bürgermeister der eigenständigen Gemeinde war.