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Bauherren drängen nach Großharthau

Die Gemeinde plant gerade das dritte Wohngebiet entlang der B 6 - und hat schon weitere Standorte im Blick.

Während sich das zweite Wohngebiet in Großharthau kontinuierlich füllt, plant die Gemeinde bereits das dritte.
Während sich das zweite Wohngebiet in Großharthau kontinuierlich füllt, plant die Gemeinde bereits das dritte. © Steffen Unger

Großharthau. Bürgermeister Jens Krauße (SPD) kommt es vor, als sei seine Gemeinde eine einzige große Baustelle. „So viel wie momentan ist in Großharthaus noch nie gebaut worden.“ An jeder Ecke des Dorfes werde gebuddelt und gemauert. Allein durch den Breitbandausbau sei fast jede Straße aufgerissen. Dazu kommen noch große Bauprojekte, wie beispielsweise der Bau der neuen Brücke über die Bahnstrecke Dresden – Bischofswerda und die am 3. August gestartete Sanierung der Röderteiche

Und auch in Sachen Eigenheimbau geht es in Großharthau permanent voran. Die Gemeinde plant bereits das dritte Wohngebiet parallel zur B 6. Es soll zwischen Drogerie und Malzfabrik erschlossen werden. Rund 30 Plätze für Eigenheime sind dort vorgesehen. Der Bebauungsplan ist längst fertig und war bereits ausgelegt. Im Normalfall könnte der Gemeinderat jetzt über die dazu eingegangenen Hinweise befinden.

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Corona verzögert Planungen

Doch in Zeiten von Corona gibt es kaum Normalität. „Die Auslegung fiel genau in die Zeit des Lockdown“, erklärt Evelin Opitz, Chefin der Großharthauer Bauverwaltung. Weil dadurch keine reguläre Beteiligung möglich war, wird der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung am 3. September erneut die Auslegung des Planentwurfes beschließen. Ein paar Stellungnahmen, die es bei der ersten Beteiligungs-Runde gab, habe man bereits eingearbeitet, so die Bauamtsleiterin.

Bauplätze sind in Großharthau begehrt. Denn die Gemeinde hat vieles zu bieten. Von Kindergarten und Grundschule über Bus- und Bahnanbindung bis hin zu medizinischer Versorgung, Gastronomie und Einkaufsmöglichkeiten. Kein Wunder also, dass immer mehr potenzielle Häuslebauer in der Verwaltung nach Bauland fragen. Ein weiterer Grund könnte sein, dass die Grundstückspreise noch bezahlbar sind, mutmaßt Bürgermeister Jens Krauße.

Zwei Wohngebiete mit jeweils etwa 30 Baugrundstücken gibt es bereits entlang der B 6. Beide hatte der Arnsdorfer Unternehmer Rene Helbig gemeinsam mit der Gemeinde entwickelt und erschlossen. Das Erste ist längst voll belegt. Das Zweite füllt sich kontinuierlich. „Gefühlt steht schon die Hälfte der Häuser.“ Deshalb soll nun das dritte her.  „Wir brauchen dringend Bauflächen“, sagt der Bürgermeister. Deshalb ist auch perspektivisch daran gedacht, an der alten Gärtnerei noch ein paar Bauplätze zu schaffen. Und auch in Schmiedefeld können an der Rennersdorfer Straße sechs Eigenheime gebaut werden. Erschlossen und vermarktet werden alle Wohngebiete übrigens privat.

Dorf-Charakter bleibt erhalten

Die Gemeinde achtet darauf, dass der dörfliche Charakter des Ortes trotz Bauboom erhalten bleibt. Zum Beispiel soll eine Obstbaum-Allee zum neuen Eigenheimstandort führen und eine Blühwiese für Insekten zwischen Wohngebiet zwei und drei entstehen. Außerdem ist daran gedacht, ein Regenrückhaltebecken zu errichten, um bei künftigen Starkregen Wasser, welches vom Hang kommt, aufzufangen und über eine Drosselung erst dann kontrolliert abzugeben, wenn der kritische Zeitraum vorüber ist, erklärt Jens Krauße.

All das sind auch Ausgleichsmaßnahmen, weil man für das Bauvorhaben einen Teil des geplanten Standortes aus dem Landschaftsschutzgebiet ausgliedern lassen muss. „Ich denke, dass wir da mit dem Landratsamt einen guten Kompromiss gefunden haben“, sagt der Bürgermeister. 

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