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Bauboom in Großröhrsdorf

Die Stadt bringt immer neue Baugebiete auf den Weg. Dahinter steckt aber oft private Initiative.

An der Stiftstraße/ Zur Anhöhe in Großröhrsdorf entsteht ein Haus nach dem anderen. Weitere Baustandorte in der Stadt sind in Planung.
An der Stiftstraße/ Zur Anhöhe in Großröhrsdorf entsteht ein Haus nach dem anderen. Weitere Baustandorte in der Stadt sind in Planung. © Matthias Schumann

Großröhrsdorf. Noch ist hier viel Wiese an der Lichtenberger Straße in Großröhrsdorf. Aber das soll sich ändern. Auf dem Areal soll ein Baugebiet entstehen. Der Stadtrat beschloss jetzt, dass ein Bebauungsplan für das Gelände zu entwickeln ist. Inklusive der Erschließung mit Straßen und den entsprechenden Medien wie Trink- und Abwasser sowie Strom und Telekommunikation.

Großröhrsdorf legt derzeit so richtig los, um dem Druck der Häuslebauer nachzukommen und die Bauwünsche erfüllen zu können. Der ist momentan groß. Entsprechend groß auch die Projekte, die die Stadt anschiebt. Allein an der Lichtenberger Straße geht es um etwa 20 000 Quadratmeter Bauland, um den Wünschen Grundstücken gerecht zu werden. Zum Vergleich: Im Bereich Stift- und Bismarckstraße entstehen bereits Eigenheime. Acht sind hier auf 10 000 Quadratmetern geplant. Dort wird schon kräftig gebaut. Die Stadt will vor allem auch junge Familien anlocken. So betont Bürgermeisterin Kerstin Ternes gern immer wieder: „Wenn Familien in den Speckgürtel ziehen wollen, weil ein Haus in Dresden kaum noch bezahlbar ist, dann sind sie willkommen.“

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Ein Blick von der Lichtenberger Straße in Großröhrsdorf auf das künftige Areal für ein Baugebiet.
Ein Blick von der Lichtenberger Straße in Großröhrsdorf auf das künftige Areal für ein Baugebiet. © Reiner Hanke

So wurden in letzter Zeit zum Beispiel kleinere Standorte im Bereich der Alten Straße auf den Weg gebracht. Auf dem Areal der früheren Gärtnerei Frenzel sind unterdessen schon mehrere Häuser im Bau. Bei dem Projekt (Alte Straße/Praßerstraße) neben der Firma Senf ist es noch nicht ganz soweit. Nach dem Entwurf sollen vier Einfamilienhäuser auf dem Areal entstehen und ein Mehrfamilienhaus zur Alten Straße. Im jüngsten Stadtrat beschäftigte sich das Gremium mit dem Bebauungsplan (B-Plan). Der hatte ausgelegen und es gab eine Reihe Stellungnahmen – so unter anderem von Ämtern und Behörden. Da geht es um solche Fragen wie die Regenwasserentsorgung und Ausgleichsmaßnahmen für den Eingriff in die Natur. So wurden Hinweise aufgenommen und der B-Plan angepasst. Der muss nun erneut ausgelegt werden. Das schiebt den Baustart hinaus. Was auch manchen Stadtrat mit dem Verweis auf die Kleinigkeiten ärgert. Dagegen könnte es an der Frankenthaler Straße schon losgehen. Dort ist der B-Plan für drei Häuser durch. In dem Bereich der Alten Straße ist jetzt aber noch deutlich Größeres im Gespräch – noch größer als an der Lichtenberger Straße. Das Projekt läuft unter „Wohnbebauung Alte Straße“. Wie auch in dem Fall sind es oft private Initiativen, die hinter den Bauprojekten stehen. Dieses noch ganz am Anfang, bremst Stadtsprecherin Anja Kurze etwas die Erwartungen potenzieller Häuslebauer. Die Grundstückseigentümer seien an die Stadt herangetreten. Nun müssten die Pläne geprüft werden. Die Stadt könne diese mit ihren Möglichkeiten voranbringen und frühzeitig die Ämter und Betroffenen beteiligen. Um die Pläne möglicherweise anzupassen.

Das alles brauche seine Zeit. Bei diesen privaten Vorhaben sei auch die genaue Gestaltung der Fläche oftmals noch unklar. So dass konkrete Aussagen derzeit zu früh wären. Bei dem Vorhaben l „Wohnbebauung Alte Straße“ geht es um zwei Areale im Bereich von Alter Straße und Adalbertstraße. Einmal sind das 2,2 Hektar mit einer Erweiterungsfläche von 1,8 Hektar also insgesamt rund 40000 Quadratmeter und damit doppelt so groß wie das Areal an der Lichtenberger Straße. Alles hier genannte könnte schon ein Potenzial von insgesamt um die 60 Häusern ergeben. Dabei ist der Umbau des ehemaligen Lehrlingswohnheims zum Wohnhaus noch gar nicht erwähnt. An dem Standort entstehen außerdem drei Mehrfamilienhäuser. Insgesamt stehen hier 3 700 Quadratmeter Bauland zur Verfügung. Großröhrsdorf sei für den Investor ein attraktiver Standort für Wohnbauprojekte. Dabei spielt die Lage im Speckgürtel von Dresden eine Rolle. Allein in den Neubauten sollen 21 Wohnungen entstehen. Ein weiterer Investor engagiert sich an der ehemaligen Fabrik Mühlstraße/Ecke Friedensstraße, die ebenfalls zum Wohnhaus umgebaut wird.

 Mehrfamilienhäuser entstehen demnächst an der Bandweberstraße. 
 Mehrfamilienhäuser entstehen demnächst an der Bandweberstraße.  © Walther Projektmanagement

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