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Bauder investiert in die Zukunft

Europas modernstes Kunststoffbahnenwerk entsteht in Schwepnitz. Auch der Standort Bernsdorf wird ausgebaut.

Im Bild zu sehen ist der gerade fertiggestellte Erweiterungsbau. Im Hintergrund rechts zu erkennen sind die zwei neu errichteten Rohstoffsilos.
Im Bild zu sehen ist der gerade fertiggestellte Erweiterungsbau. Im Hintergrund rechts zu erkennen sind die zwei neu errichteten Rohstoffsilos. © Foto: Ralf Grunert

Bernsdorf. In Deutschland und in Europa wird gebaut und saniert. Die Dächer der Gebäude müssen dabei sicher abgedichtet werden. Mit dem Werksneubau in Schwepnitz investiert der Dachspezialist und Marktführer Bauder in die Zukunft. Hier entsteht Europas modernste Produktionsanlage für PVC-Dachabdichtungsbahnen, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. „Schwepnitz ist für uns ein guter Standort“, freut sich Mark Bauder über diese Entscheidung für das innovative, neue Werk für PVC-Dachabdichtungsbahnen. Seit 2000 produziert die Paul Bauder GmbH & Co. KG als Europas führender Hersteller von Dachsystemen für Steil- und Flachdächer hochwertige FPO-Kunststoffdachbahnen in Bernsdorf, dann ging es aus Platzmangel mit der Produktion in die direkte Nachbarschaft nach Schwepnitz. Und die Erfolgsgeschichte wurde weiter geschrieben. Im November 2019 erfolgte zusammen mit der Schwepnitzer Bürgermeisterin Elke Röthig der Spatenstich für ein neues Fertigwaren- und Rohstofflager und eine Halle für die Häckselei. Hier werden Produktionsabfälle hochwertiger FPO-Kunststoffbahnen aufbereitet, die wieder bei der Produktion neuer Bahnen eingesetzt werden. Und demnächst kommt auch noch die modernste Produktionsanlage Europas für PVC-Dachabdichtungsbahnen nach Schwepnitz. Innovationen und umfangreiche Investitionen in neue Werke sichern unter anderem die Zukunft des inhabergeführten Familienunternehmens.„Man sieht, der Standort gefällt uns“, so der für Schwepnitz und Bernsdorf zuständige Werkleiter Andreas Pohontsch. „Das Engagement von Politik und Mitarbeitern ist hervorragend. Gerne investieren wir hier in die gemeinsame Zukunft.“ Im Verlauf des kommenden Jahres sollen die Erweiterungsbauten in Schwepnitz stehen.Die Investition von rund 30 Millionen Euro ist erforderlich, da die vorhandenen Anlagen an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen, gleichzeitig aber mit einer erhöhten Nachfrage vor allem in Europa zu rechnen ist. Bereits 2021 sollen die ersten 15 neuen Mitarbeiter mit der innovativen Technologie vertraut gemacht werden. Im gleichen Jahr plant das Familienunternehmen auch die Einstellung von Auszubildenden in den Werken Bernsdorf und Schwepnitz.„Das ist eine klare Investition in die Zukunft, eine Investition in sichere Dächer – aber auch eine Investition in die Umwelt“, heißt es aus der Firmenzentrale in Stuttgart. Denn neben der bestehenden Photovoltaik-Anlage auf dem Produktionsgebäude in Schwepnitz sind weitere Anlagen auf den Dächern der Neubauten vorgesehen, auf dem Bürogebäude sogar in Kombination mit einer Dachbegrünung. Die Paul Bauder GmbH & Co. KG ist seit mehr als 160 Jahren inhabergeführt. Aus einer Hand bietet Bauder umfassende Beratung sowie alle Materialien zum Dichten, Dämmen, Begrünen, Energiegewinnen sowie zur Absturzsicherung. In Deutschland kommt die Abdichtung für jedes vierte Flachdach und jede fünfte Aufsparren-Wärmedämmung von Bauder. Mehr als 1.100 Mitarbeiter erwirtschafteten 2019 einen Umsatz von 675 Millionen Euro im Hauptwerk Stuttgart sowie in den sieben weiteren Werken in Achim bei Bremen, Bernsdorf, Schwepnitz, Bochum, Herten, Landsberg bei Halle sowie Bruck bei Wien. Sechs Verkaufsgruppen in Deutschland und Vertriebsgesellschaften in 15 Ländern sorgen für ständige Kundennähe. Die Paul Bauder GmbH & Co. KG investiert aber nicht nur in Schwepnitz, sondern auch in Bernsdorf, ist von Andreas Pohontsch zu erfahren. Zuletzt floss ein größerer sechsstelliger Betrag insbesondere in neue Maschinen. „Wir brauchen beide Standorte“, betont der Werkleiter und merkt an, dass bereits die Schallmauer von 100 Beschäftigten durchbrochen ist. „Wir benötigen aber noch weitere Mitarbeiter, und das ebenfalls an beiden Standorten.“ Als sich die Firma Bauder im Jahr 2008 mangels geeigneter Flächen in Bernsdorf für den Neubau in Schwepnitz entschieden hat, gab es für die Bernsdorfer übrigens eine Art Trostpflaster in Form der Zusicherung des Unternehmens, dass der Standort für fünf bis zehn Jahre weiterbetrieben wird. Inzwischen sind zwölf Jahre vergangen und die Signale zeigen an, dass noch viele weitere Jahre folgen werden.

Auf der Freifläche vor dem Betriebsgelände (im Hintergrund) werden im Verlauf des kommenden Jahres ein weiterer Hallenkomplex und ein Bürogebäude errichtet.
Auf der Freifläche vor dem Betriebsgelände (im Hintergrund) werden im Verlauf des kommenden Jahres ein weiterer Hallenkomplex und ein Bürogebäude errichtet. © Foto: Ralf Grunert
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