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Bauernverband schließt Büro in Döbeln

Mit Iris Claassen bleibt eine Ansprechpartnerin für die Landwirte. Aber ihr Sitz ist jetzt in Hartmannsdorf.

Iris Claassen war Geschäftsführerin des Regionalbauernverbandes Döbeln-Oschatz. Nun muss sie den Verband auflösen.
Iris Claassen war Geschäftsführerin des Regionalbauernverbandes Döbeln-Oschatz. Nun muss sie den Verband auflösen. © Archivfoto: Dietmar Thomas

Region Döbeln. Noch über die beschlossene Auflösung des Regionalbauernverbandes Döbeln-Oschatz hinaus hatte es bestand. Nun hat auch das Büro des Vereines an der Hainstraße 3 in Döbeln geschlossen. Die ehemalige Geschäftsführerin Iris Claassen ist trotzdem noch für die Landwirte der Region, aber auch darüber hinaus da. Allerdings jetzt in ihrem neuen Büro in Hartmannsdorf.

Dort hat der Regionalbauernverband Mittweida seinen Sitz, zu dem die Döbelner Landwirte aus dem einstigen Döbeln-Oschatzer Verband gewechselt sind. „Die Auflösung des Verbandes hatte keine wirtschaftlichen Gründe“, betont Claassen. Es habe einen strukturellen Hintergrund für die Entwicklung gegeben. 

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Denn schon immer sei über die Kreisgrenzen hinweg zusammengearbeitet worden. Dem habe man nun die Struktur angepasst. Die Landwirte aus dem Raum Oschatz sind in den Torgauer Verband gewechselt.

Zu Claassens Aufgaben gehört es nun, die Auflösung des Regionalbauernverbandes Döbeln-Oschatz zu begleiten. Zudem ist sie weiterhin Ansprechpartnerin für die regionalen Bauern und im Mittweidaer Verband zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. Dazu gehört auch der Auftritt der Organisation im Internet.

Online gegangen sind die Vertreter der regionalen Landwirtschaft dabei unter dem Namen „Sachsens Bauern“ im sozialen Netzwerk Facebook. Regelmäßig veröffentliche der Verband dort wissenswerte Beiträge zum Thema Landwirtschaft. „Auch in für Laien verständlicher Sprache“, so Claassen.

Bereits zum 31. Dezember 2019 hatte sich der Döbeln-Oschatzer Verband aufgelöst. Betroffen waren nach Angaben von Iris Claassen knapp 80 Betriebe sowie rund 80 Privatpersonen und zehn Jagdgenossenschaften aus der Region Döbeln. Seit dem 1. Januar gilt die neue Verbandsstruktur. „Die Betreuung soll 1:1 fortgesetzt werden. Die Leistungen bleiben bestehen“, betonte Claassen im Frühjahr.

Im März 2019 hatten sich die Mitglieder mehrheitlich für eine Auflösung ausgesprochen. Von über 500 abgegebenen Stimmen waren knapp 480 für eine Neustrukturierung. Auch deshalb, weil es immer schwerer werde, junge Leute für die Übernahme von Aufgaben in der Vereins- und Verbandsarbeit zu gewinnen.

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