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Baufortschritte am Gymnasium

Die Arbeiten am Wilsdruffer Schulneubau laufen. Das Bauamt ist zufrieden, aber auch vorsichtig.

So sieht derzeit der Eingangsbereich des künftigen Gymnasiums aus. Der Gebäudeteil für die älteren Schüler steht rechts. Hier sind die Bauarbeiter gut vorangekommen.
So sieht derzeit der Eingangsbereich des künftigen Gymnasiums aus. Der Gebäudeteil für die älteren Schüler steht rechts. Hier sind die Bauarbeiter gut vorangekommen. © Karl-Ludwig Oberthür

Von außen sieht das neue Wilsdruffer Gymnasium schon ganz gut aus. Die Stahl-Glas-Fassade im Eingangsbereich des Hauptgebäudes ist fast fertig, auch die Turnhalle und der Sekundarbereich II machen einen guten Eindruck.

 „Hier sind wir schon sehr weit“, erklärt Wilsdruffs Bauamtsleiter André Börner der Seniorengruppe, die sich vor dem Neubau versammelt hat. Ihr Interesse ist groß, denn bei ihnen handelt es sich fast durchweg um pensionierte Lehrer der Grundschule.

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Börner führt die Senioren in den Flachbau, der die Turnhalle mit dem Schulgebäude verbindet. Durch eine Glastür können die Pädagogen in die Halle schauen. Die sieht fast fertig aus. „Es müssen noch Linien gezogen werden. Danach wird die Fläche versiegelt“, erklärt der Bauamtsleiter. Ende des Monats könnten die Arbeiten hier so gut wie abgeschlossen werden. Im Mittelbau, in dem die jüngeren Schüler lernen werden und wo das Lehrerzimmer, die Aula, der Speisesaal und die Küche entstehen, ist deutlich mehr zu tun. Hier stehen die Mauern noch im Rohbau. In den Gängen liegt viel Baumaterial. Die Fenster sind aber auch hier schon drin. „Dreifachverglast“, erklärt Börner.

Deutlich weiter sind die Bauarbeiter im Bereich der künftigen Sekundarstufe II. Die Decken in den Klassenzimmern sind mit sogenannten Akustikplatten verkleidet. Es schallt nicht. Bauamtsleiter Börner ist hier sehr gut zu verstehen. Die Lehrer sind beeindruckt, auch von der Größe der Räume. Dennoch ist auch hier noch einiges zu tun. Börner zeigt auf die Steckdosen und den Fußboden, der noch mit Linoleum ausgelegt werden muss. Die 14 Senioren schauen sich um. Andrea Nowak, die bis Ende 2017 an der Grundschule Wilsdruff gearbeitet hat, zeigt sich beeindruckt. „Ich finde den Bau gelungen. Er ist schön, es ist toll.“

Ähnlich empfinden es die anderen, wobei sich Fragen aufdrängen. Denn eigentlich sollte der Bau schon zum Schuljahresbeginn fertig werden. „Ich war beim Richtfest vor fast genau einem Jahr dabei und hatte die Worte des Bürgermeisters gehört, als er das in Aussicht stellte“, sagt Gunter Döbelt. Ralf Rother schränkte aber schon damals ein, dass das sehr sportlich sei. Letztlich ging der Plan nicht auf.

Das habe zwei Gründe, erklärt Börner. Zum einen gab es Probleme bei der Auftragsvergabe für die Gestaltung der Außenflächen. Der Gewinner der Ausschreibung hatte sich nicht an die Vorgaben gehalten und wurde ausgeschlossen. Die Firma klagt dagegen und zog ihren Einspruch wieder zurück. Das kostete Zeit und brachte Verzug, genauso wie der Wassereinbruch Anfang Juni. Das Wasser zerstörte die zentrale Heizungsanlage. Nur die Stahltragkonstruktion blieb unbeschädigt. Pumpen, Ventile, Wasserzähler und Isolierungen mussten ausgetauscht werden. „Es dauert, um Ersatzteile zu bekommen“, erklärt Börner. Auch der Estrich und der Fußbodenaufbau im sogenannten Hausanschlussraum mussten erneuert werden. Auch das führte zu einem Bauverzug.

Wann die Schule fertig sein wird, konnte Börner nicht sagen. Das hängt vor allem von den Arbeiten vor dem Gebäude ab. Die Gestaltung des Außengeländes ist wichtig. Denn noch fehlen Zufahrten und sichere Zugänge zum Schulgebäude. Mit der Gestaltung des Geländes könne erst begonnen werden, wenn die Gerüste gefallen sind. Denn diese Arbeiten beginnen am Schulgebäude. Börner hofft, dass die ersten Gerüste an der Sekundarstufe II fallen. Und dass das Wetter über den Jahreswechsel es ermöglicht, weiter zu arbeiten. Sind die Arbeiten im Haus und auf dem Gelände abgeschlossen, könnten Schüler und Lehrer innerhalb weiniger Tage vom Interimsbau in Freital-Kleinnaundorf in das komplett neu ausgestattete Gymnasium ziehen. Börner geht davon aus, dass es spätestens im Sommer 2020 so weit ist.

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Die Baukosten dürften dann bei 24 bis 25 Millionen Euro liegen. „Beim Baubeginn lagen wir bei 22,6 Millionen Euro“, so Börner. Den Großteil der Kosten muss Wilsdruff stemmen. Denn für den Bau gab es nur sechs Millionen Euro Zuschuss, der wegen der Kostensteigerungen auf dem Bau in diesem Jahr um eine Million aufgestockt wurde. Dass das Geld gut angelegt wird, davon hatten sich die Senioren überzeugen können. Gunter Döbelt ging noch ein Stück weiter: „Ich hätte Lust, hier noch mal die Schule zu besuchen“, so der 75-Jährige.

So sieht es im Inneren des neuen Schulgebäudes aus

Hier wird später Chemie unterrichtet
Dass das ein Chemiekabinett wird, kann man ahnen. Von der Decke her werden durch die Rohre Leitungen zu den künftigen Arbeitsplätzen verlegt.
Hier wird später Chemie unterrichtet Dass das ein Chemiekabinett wird, kann man ahnen. Von der Decke her werden durch die Rohre Leitungen zu den künftigen Arbeitsplätzen verlegt. ©  Karl-Ludwig Oberthür
In diesem Raum treffen sich die Lehrer
Die pensionierten Lehrer wollten von Bauamtsleiter André Börner (Mitte) genau wissen, wie das künftige Lehrerzimmer aussieht und wie die Schule gesichert wird.
In diesem Raum treffen sich die Lehrer Die pensionierten Lehrer wollten von Bauamtsleiter André Börner (Mitte) genau wissen, wie das künftige Lehrerzimmer aussieht und wie die Schule gesichert wird. ©  Karl-Ludwig Oberthür
In der Turnhalle kann Fußball gespielt werden
Die Zwei-Feld-Turnhalle ist so gut wie fertig. Künftig soll sie nicht nur von der Schule, sondern auch von Vereinen genutzt werden.
In der Turnhalle kann Fußball gespielt werden Die Zwei-Feld-Turnhalle ist so gut wie fertig. Künftig soll sie nicht nur von der Schule, sondern auch von Vereinen genutzt werden. ©  Karl-Ludwig Oberthür

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