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Bauhof hebt Pflanzlöcher für Bäume aus

Wir brauchen aber mehr Kapazitäten, um das Geschaffene zu pflegen als Neues zu schaffen

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Von Reinhard Kästner

Wenn es auch in der Natur noch nicht so aussieht: Der Frühling wird nicht mehr lange auf sich warten lassen. Das jedenfalls ist die Meinung von Heidi Weigel, der Chefin des städtischen Baubetriebshofs. Mit ihren acht Mitarbeitern und neun vom Arbeitsamt geförderten Kräften bereitet sie jetzt alles dafür vor, dass sich die Stadt und ihre Ortsteile schon bald von der besten Seite zeigen können.

Frühblüher auf Wiesen

So sind die Mitarbeiter zurzeit in der Innenstadt, vor allem an den Straßen rund um den Marktplatz im Einsatz. Sie geben mit dem so genannten Formschnitt den Bäumen am Straßenrand das richtige Aussehen, säubern die Grünanlagen. „Das ist ja das große Dilemma. Wir bekommen von der Arbeitsagentur Maßnahmen bewilligt, die sich mit der Schaffung von Neuem, kaum aber mit der Erhaltung des Geschaffenen, beschäftigen. Wir brauchen aber mehr Möglichkeiten, um das Geschaffene zu pflegen“, meint Weigel.

Eine Frühjahrsbepflanzung wird es auch in diesem Jahr nicht geben. „Wir haben im Herbst auf Wiesen und Freiflächen wieder Krokusse und andere Frühblüher gesteckt. Das gibt ein farbenfrohes Bild, wie es an der Gerbergasse, dem Nord- und Südplatz, Unter den Linden und an anderen Stellen der Stadt zu sehen ist“, berichtet Weigel. Im Mai werden dann die Blumenrabatten und Hochbeete bepflanzt. Damit habe man in der Vergangenheit bereits gute Erfahrungen gemacht.

In diesem Zusammenhang sind die Mitarbeiter des Bauhofs über den Vandalismus verärgert. Erst jüngst wieder wurden an der Anlage an der Gerbergasse in die Rinde der Bäume geritzt, kleinere Bäume abgebrochen, Pflanzen aus der Erde gerissen. „Die Arbeitsgruppe Stadtgestaltung will sich den Spielplatz, der sich mitten in der Anlage befindet, genauer ansehen. Vielleicht bekommen wir noch Gestaltungsvorschläge, denn es ist immer etwas problematisch, wenn man einen Spielplatz ohne Abgrenzung von der Parkanlage angelegt hat“, sagt die Bauhofchefin.

Zurzeit bereiten die Mitarbeiter die große Baumpflanzaktion am Hammerweg vor. Dort werden am Sonnabend ab 9 Uhr von Einwohner, die in erst kürzlich Eltern geworden sind, 37 Bäume gepflanzt (DA informierte). Diese werden von der OEWA gesponsert. „Dann ist dieser Standort direkt am ehemaligen Schießplatz aber voll bepflanzt, denn wir sind bereits das zweite Jahr mit der Aktion vor Ort“, sagt Weigel.

Auf dem Hartenberg und in anderen Erholungsgebieten beginnen die Mitarbeiter mit der Reparatur der Bänke. Dabei sind nicht nur Vandalismusschäden zu beheben, sondern vor allem altersschwache Latten gegen neue Hölzer auszutauschen. Zwei vom Arbeitsamt geförderte Mitarbeiter beschäftigen sich mit den Wanderwegen. Sie gehen diese ab, melden Probleme an den Bauhof oder reparieren kleinere Schäden vor Ort. Dabei hofft Monika Weigel, dass diese Maßnahme verlängert wird, denn gerade an den Wanderwegen gebe es viel zu tun.

Bei einer Begehung mit dem Förster wurde kürzlich festgelegt, welche Arbeiten dringend nötig sind. Dabei soll vor allem verhindert werden, dass herabfallendes Totholz Spaziergänger verletzt.

Auch in den Ortsteilen sind die Mitarbeiter im Einsatz. So soll der so genannte Rentnerplatz in Haßlau neu gestaltet werden: Das einstige Rosenbeet wird planiert, die Ruhebank nach vorn an die Straße gesetzt und damit eine pflegeleichte Grünfläche geschaffen. In Gleisberg haben die Bauhofmitarbeiter noch im vergangenen Jahr „Weisens Eck“ neu gestaltet. Nun muss die Pflege einsetzen.