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Bauhof räumt den liegengebliebenen Sperrmüll weg

Der Müllberg an der Gersdorfer Straße wächst täglich. Ab nächstem Jahr soll alles besser werden.

Von Heike Stumpf

Wie ihre Nachbarn scheinen auch die Roßweiner Probleme mit der Müllentsorgung zu haben. Das betrifft die Sammlung von Sperrmüll, die Abgabe von Elektroschrott und auch die Papierentsorgung. Zu allem gab es kritische Worte in der Sitzung des Technischen Ausschusses in dieser Woche.

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Nach der letzten Sperrmüll-Abholung in dieser Form sind stellenweise mehr Dinge zurückgeblieben, als das in der Vergangenheit der Fall war. Das sehen Anwohner wie Jens Schmidt, der sich bereits beim Ordnungsamt beschwert hat, sowie Passanten beispielsweise an der Gersdorfer Straße. „Der Berg dort nimmt ab und dann wächst er wieder“, sagte Stadträtin Elisabeth Steinhoff. Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) versprach, dass sich das Team des Bauhofes um die Nachberäumung kümmern wird. Der Rathauschef hofft, dass sich mit den Neuregelungen bei der Abfallentsorgung im nächsten Jahr einiges ändert, es ordentlicher wird. Ab Januar wird sperriger Abfall nur noch auf Bestellung kostenlos abgeholt, darf also nicht mehr am Straßenrand abgestellt werden. Dann kann auch nichts dazugestellt oder im Müll gewühlt werden, wie das jahrelang der Fall gewesen ist.

Tonnen werden eingezogen

Wirklich wild hat es in der Vergangenheit oftmals an den Tonnen für Elektronikschrott ausgesehen. In den Ortsteilen stehen vereinzelt noch welche. Diese ziehen die Entsorgungsdienste Kreis Mittelsachsen (EKM) bis Jahresende ein, teilt der Bürgermeister mit. Auch die Entsorgungsmöglichkeit auf dem Bauhof, wo die Roßweiner ausgediente Staubsauger, Toaster und Kaffeemaschinen loswerden konnten, wird es künftig nicht mehr geben. „Dann ist alles auf den Wertstoffhof nach Hohenlauft zu bringen“, sagte Lindner. Er erhofft sich davon, dass das ständige Nachberäumen durch die Bauhofmitarbeiter aufhört. Denn immer wieder wurden die Elektroschrott-Tonnen von Interessierten ausgeräumt und die Dinge dann einfach daneben liegengelassen. Dabei ging manches zu Bruch, was zu weiteren Schäden führte. „Die Feuerwehrleute, die auf dem Bauhofgelände bei Einsätzen ihr Fahrzeug parkten, haben sich einige Autoreifen kaputt gefahren“, schilderte der Rathauschef.

Container für Weihnachtsbäume

Nichts ändern wird sich Lindner zufolge daran, dass die Kommune Container für die Weihnachtsbaumentsorgung stellt. An zwei Standorten, die noch zu benennen sind, sollen die Roßweiner nach wie vor die Möglichkeit haben, ihren ausgedienten Baum loszuwerden. Für die Ortsteile ist das nicht vorgesehen. Dort sei es häufig Tradition, sich zum ersten Plausch im neuen Jahr zum Weihnachtsbaumverbrennen zu verabreden.

Monika Lautenschläger, Mitglied im Ausschuss, hat ihre Probleme mit häufig überfüllten Papiercontainern. Sie findet, dass diese zu selten geleert werden. Weil es darüber schon mehrfach Beschwerden gegeben hat, sind Veit Lindner diese Sorgen bekannt. Bei Anrufen beim Entsorger sei der Kommune wiederholt mitgeteilt worden, dass eine Abholung nicht erfolgen konnte, weil das Fahrzeug kaputt sei.