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Baumarkt-Karussell am Kaufpark

Gegenüber dem Kaufpark soll ein Neubau entstehen. Dabei hat sich gerade ein anderer Anbieter vom Standort verabschiedet.

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Ein langer Kampf könnte am Montagabend in die entscheidende Runde gehen. Seit 2009 verhandelt die Baumarktkette Bauhaus bereits mit der Stadt. Auf einer gut sechs Hektar großen Brachfläche an der Ecke Dohnaer/Tschirnhausstraße möchte das Unternehmen einen Neubau errichten. Eigentlich sollte der Baumarkt gegenüber vom Kaufpark Nickern schon lange geöffnet haben. Doch diverse Probleme mit Umwelt- und Artenschutz verzögerten das Vorhaben. Nun wollen die Prohliser Ortsbeiräte am Montagabend ab 17 Uhr im Bürgersaal in der Prohliser Allee 10 über das Vorhaben entscheiden – allerdings nicht zum ersten Mal.

Denn bereits 2011 und 2012 hatten sie sich für die Pläne des Unternehmens ausgesprochen. Und auch der Bauausschuss stimmte dem Vorhaben schon zu. Allerdings gab es bei der öffentlichen Auslage der Pläne viele Anmerkungen, die noch eingearbeitet werden mussten. Deshalb geht die Kette nun Montag ab 17 Uhr mit einigen Änderungen in die dritte – und wahrscheinlich entscheidende – Runde. So hat das Unternehmen sich um neue Ersatzflächen für das bedrohte Reptil Zauneidechse sowie die gefährdeten Vogelarten Neuntöter und Grünspecht gekümmert. Außerdem hat sie die Anfahrtswege überarbeitet.

22 400 Quadratmeter Verkaufsfläche soll es in dem geplanten Bauhausmarkt geben. Damit wäre es der größte Baumarkt der Stadt. Dementsprechend sind auch viele Parkplätze geplant – 549 Stück sollen in Richtung Tschirnhausstraße angeordnet werden. Bei der Stadt stieß das Vorhaben bereits 2009 teilweise auf Kritik, einige Politiker befürchteten eine zu große Konkurrenz für andere Märkte.

Denn in Nickern gibt es bereits einen Hornbach, im Kaufpark war zu der Zeit außerdem ein kleiner B1-Markt untergebracht. Doch diese Problemlage hat sich mittlerweile teilweise erledigt. Denn Ende Mai dieses Jahres musste der B1-Markt im Kaufpark Nickern schließen. Daria Ezazi, Sprecherin der Rewe-Group, teilte damals mit, dass das Geschäft „aufgrund mangelnder wirtschaftlicher Perspektive nicht weiter betrieben“ werden kann. Ob es bereits einen neuen Interessenten für die Fläche gibt, konnte gestern bis zum Abend niemand beantworten. (sag)