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Görlitz

Wo Privatleute Straßenbäume gießen

Der Görlitzer Bürgerrat Südstadt will Bäumen über Durststrecken helfen. Doch was sagt das Rathaus dazu?

Im Findlingspark Nochten haben viele Bäume Paten. Im Jahr 2017 übernahmen die Preisträger des Tourismuspreises, André Böhme, Martina Taubmann und Tino Kittner, die Patenschaft über eine Pontische Eiche.
Im Findlingspark Nochten haben viele Bäume Paten. Im Jahr 2017 übernahmen die Preisträger des Tourismuspreises, André Böhme, Martina Taubmann und Tino Kittner, die Patenschaft über eine Pontische Eiche. © Archivfoto: A. Schulze

Den Regen am Montag sogen die Görlitzer Straßenbäume begierig auf. Denn gerade sie mussten in den letzten beiden trockenen Jahren über eine große Durststrecke kommen. Manche Bäume bekamen aber unerwartet Hilfe. 

"Vielerorts ist es Praxis, dass Bürger auf private Kosten Straßenbäume gießen", sagt Daniel Breutmann vom Bürgerrat Görlitz-Südstadt. Er schlägt vor, in sozialen Medien und Netzwerken einen Aufruf zu teilen und im Stadtteil bekannt zu machen, dass noch mehr Menschen bei Trockenheit Bäume wässern. "Allerdings wollen wir vorab im Rathaus nachfragen, wo dies zulässig ist und was es dabei zu beachten gibt", sagt er.

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Baumpatenschaften sind schwierig zu handhaben

Im Görlitzer Rathaus begrüßt man Initiativen, die den Bäumen im Stadtgebiet helfen. "Die Organisation von Baumpatenschaften ist aber eher schwierig", sagt Bauamtsleiter Torsten Tschage. Der enorme Organisationsaufwand stehe meist in keinem guten Verhältnis zu den Ergebnissen. Zum Aufwand gehören unter anderem die Auswahl des Standortes, die Festlegung von Umfang und Art der Baumpflege und auch deren regelmäßige Kontrolle. Oft sei die mangelnde Kontinuität der patenschaftlichen Pflege das Problem, erklärt der Amtsleiter. "Grundsätzlich stehen wir aber einer Patenschaft, die zusätzlich zu unserer turnusmäßigen Pflege erfolgt, positiv gegenüber", betont Torsten Tschage.

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