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Baumstümpfe zieren noch lange die Straße nach Tharandt

Für den Radwegbau wurde abgeholzt. Die Reste bleiben bis zum Sommer. Aus gutem Grund.

Von Verena Weiß

Die Vorbereitungen für den geplanten Radwegbau zwischen Freital und Tharandt sind getroffen. Damit die Trasse im Sommer gebaut werden kann, wurden bereits bis Ende Februar die Bäume und Sträucher entlang des ersten Bauabschnittes vom Ortsausgang Freital bis zum Fischmarkt Voss gefällt. Die Spuren der Rodung sind allerdings immer noch zu sehen. „Sollten die Baumstümpfe nicht auch gleich ausgehoben werden?“, fragt Otto Wienhaus, Ortsvorsteher von Tharandt ungläubig. Schließlich sei das doch die Ansage des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) gewesen, dass bis spätestens Mitte März auch alles zuvor Gerodete beräumt wird. Genau darin liegt das Missverständnis: Bis Mitte März war die „Beräumung des Fällgutes“ vorgesehen, bestätigt Niederlassungsleiter Klaus-Peter Lechler auf SZ-Nachfrage. Das sei auch geschehen. „Das Roden der Wurzelstöcke von den gefällten Bäumen sowie die Wurzeln des sonstigen Aufwuchses war nicht Bestandteil dieser Ausschreibung“, erklärt er. Diese Leistung erfolge erst mit dem Bau des Radweges beziehungsweise der weiteren Baufeldfreimachung, die ab August dieses Jahres erfolgen soll.

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Dafür gebe es auch einen bestimmten Grund: Wegen des späten Baubeginnes für den Radweg sollen die Wurzeln der gefällten Bäume als Schutz des Baugrundes und für eine standfeste Fläche des Radweges im Boden verbleiben, sagt Lechler. Denn die Wurzeln zu entfernen, wäre mit einem umfangreichen Erdbau verbunden. Dies würde wiederum nicht nur einen erheblichen Eingriff in den Baugrund bedeuten. Zwischenzeitliche Baugrundschäden wären damit nicht auszuschließen. „Des Weiteren dienen die verbleibenden Wurzeln als Erosionsschutz, da sich der Baubereich des Radweges im Überschwemmungsbereich der Wilden Weißeritz befindet“, argumentiert Klaus-Peter Lechler. Dies wurde bei der Genehmigung der Arbeiten auch so gefordert.