merken
PLUS

Baustart an der Grundschule

Die Gemeinde Königswartha muss in den Brandschutz investieren. Geplant sind unter anderem neue Türen und weitere Rauchmelder.

© Carmen Schumann

Von Carmen Schumann

Dort, wo Bürgermeister Swen Nowotny (CDU) in einem offenen Durchgang steht, wird es bald eine Brandschutztür geben. Noch sind die beiden Gebäudeteile der Königswarthaer Grundschule ohne Türen miteinander verbunden. Im Falle eines Brandes kann das gefährlich werden. Denn das Feuer könnte sich ungehindert ausbreiten. Die in den 1960er-Jahren errichtete Schule entspricht nicht mehr den aktuellen Brandschutzvorschriften. Lediglich eine Außentreppe wurde als zusätzlicher Fluchtweg bereits vor einigen Jahren angebaut. Nun muss aber noch ein ganzes Paket zusätzlicher Maßnahmen in Angriff genommen werden, damit die Schüler sicher sind. Am Mittwoch gab der Gemeinderat „grünes Licht“ für die Bauarbeiten. Das heißt, dass mit dem Bau in den Winterferien begonnen werden kann.

Stars im Strampler aus Bautzen
Stars im Strampler aus Bautzen

Auch in der letzten Woche sind Babys auf die Welt gekommen, die im Landkreis Bautzen zu Hause sind.

Ferien müssen genutzt werden

„Wir müssen in diesen 14 Tagen vor allem die Arbeiten über die Bühne bringen, die Lärm und Schmutz machen“, sagt Swen Nowotny. Der Einbau der Brandschutztüren könne dann notfalls auch noch im Nachgang stattfinden, beispielsweise ab Freitagnachmittag bis in den Sonnabend hinein. Denn momentan steht noch nicht fest, ob die benötigten Brandschutztüren bis zu den Februarferien überhaupt lieferbar sind. Insgesamt werden fünf solcher Türen eingebaut, je zwei im Erdgeschoss und im Obergeschoss sowie eine im Keller. Im Obergeschoss ist zusätzlich auch noch der Einbau einer Trockenbauwand erforderlich, um den Fluchtweg abzusichern. Neben dem Einbau der Brandschutztüren ist auch die Überarbeitung der gesamten Brandmeldetechnik erforderlich. Zusätzlich zu den in den Klassenzimmern vorhandenen Rauchmeldern müssen auch welche in den Fluren angebracht werden.

Insgesamt werden die Arbeiten reichlich 40 000 Euro kosten. Diese Summe war bereits in den Haushalt von 2015 als außerplanmäßige Ausgabe eingestellt worden. Die Ausschreibung für die Arbeiten begann ja auch bereits im abgelaufenen Jahr. „Die Brandschutzarbeiten waren unsere zwingendste Hausaufgabe, um die Schule weiter betreiben zu können“, sagt Bürgermeister Swen Nowotny. Aber man hatte sich eindeutig zum Erhalt der Schule positioniert. Und wer A sagt, müsse nun auch B sagen. Denn als Nächstes steht dringend die Erneuerung der Toiletten an. Diese versprühen weitestgehend noch den Charme der DDR-Zeit. Und, um der Wahrheit die Ehre zu geben, sie riechen auch nicht mehr gut, besonders im Sommer. Deshalb reicht es nicht aus, neue Fliesen zu verlegen und neue Sanitärkeramik zu installieren, sondern es muss das gesamte Rohrsystem erneuert werden.

Hoffen auf Fördermittel

Die Gemeinde hat deshalb Fördermittel für das Jahr 2016 beantragt. „Noch ist über den Antrag aber nicht entschieden worden“, sagt der Bürgermeister. Er hoffe aber, dass die Zusage im Frühjahr kommt. Dann müsse auch noch abgewartet werden, ob die Kommunalaufsicht mit den Vorschlägen der Gemeinde zur Finanzierung der Eigenmittel mitgehen kann. Schließlich muss Königswartha 60 Prozent der Gesamtsumme selbst aufbringen. Gar nicht so einfach für eine Gemeinde wie Königswartha, die sich noch in der Haushaltskonsolidierung befindet.