merken
PLUS

Baustart für neuen Parkplatz

Ab Ende Juli gibt es am Bahnhof 50 kostenlose Pkw-Stellplätze mehr. Viele Bischofswerdaer warten schon darauf.

© Thorsten Eckert

Von Ingolf Reinsch

Gestern war ein guter Tag für Pendler in Bischofswerda, die ihr Auto am Bahnhof stehen lassen, um von dort aus mit der Bahn oder dem Bus weiterzufahren. Am späten Vormittag waren noch vier (!) der rund 100 Pkw-Stellplätze frei. Für einen Wochentag ist das nicht selbstverständlich. Meistens sind schon früh um acht alle Stellplätze belegt. Wer später kommt, hat so gut wie keine Chance mehr.

Augusto
Leben und Genuss
Leben und Genuss

Für Genießer genau das Richtige! Leckere Ideen, Lebensart, Tradition und Trends gibt es in der Themenwelt Augusto.

Doch bald wird sich die Park-Situation am Bahnhof entspannen. Mitarbeiter der Firma Bistra Bau aus Putzkau haben vor einigen Tagen begonnen, einen weiteren Parkplatz mit 50 Stellflächen zu bauen. Bis Ende Juli sollen die Arbeiten abgeschlossen werden, sagte Petra Krüger vom städtischen Bauamt auf Anfrage der SZ. Gleich nach der Abnahme soll der neue Parkplatz für die Nutzer freigegeben werden.

Ausgewiesen als Park-and-ride-Anlage, ist der neue Parkplatz vor allem für jene gedacht, die auf oder am Bahnhof in den Zug oder Bus einsteigen. Grundsätzlich aber darf jeder Pkw-Fahrer die neuen Stellflächen nutzen. Aufgrund der Nähe zur Innenstadt könnte sich der neue Parkplatz deshalb auch für Leute anbieten, die dort zu tun haben. So wie die am Bahnhof bereits vorhandenen Parkplätze sollen Kraftfahrer auch den neuen ohne Zeitbegrenzung und kostenfrei nutzen können.

Seit ein paar Tagen bewegen Bauleute Erdmassen und planieren das Gelände. Gestern haben sie begonnen, vom Fußweg das Pflaster aufzunehmen, um die Anschlüsse an die Straße herzustellen. Auf der Hohen Straße unmittelbar am Bahnhof rollt der Verkehr trotz der Bauarbeiten ungehindert.

Schritt für Schritt verschwindet eine Brachfläche direkt gegenüber des Empfangsgebäudes . Früher hatte hier die Gaststätte Gundlach, einst ein beliebter Treff der Bischofswerdaer, gestanden. Durch jahrelangen Leerstand wurde das Haus zur Ruine, die 2003 ausbrannte. Vor reichlich zwei Jahren wurden die restlichen Mauern abgerissen und die Fläche planiert. Nun gibt es bald wieder eine sinnvolle Nutzung des Areals, umgeben von grünen Rabatten vor allem im vorderen Bereich.

Pendler wie Mario Stock freuen sich über die zusätzlichen Pkw-Stellplätze. „Die werden gebraucht“, ist sich der Bischofswerdaer sicher. Wenn nicht gerade Schulferien sind und viele Urlaub haben, reichen die vorhandenen 100 Stellplätze am Bahnhof nicht, sagt er.

An Wochentagen sind es mehr als 2 000 Menschen, die täglich auf dem Bischofswerdaer Bahnhof bzw. dem Busbahnhof ein-, aus- oder umsteigen. Eine Zahl, die letzten Endes auch den Verkehrsverbund Zvon bewegte, einem weiteren Parkplatz zuzustimmen und dafür viel Geld zur Verfügung zu stellen. Bauherr ist die Stadt Bischofswerda. Aufgrund attraktiver Förderprogramme für den öffentlichen Nahverkehr trägt sie nur fünf Prozent der Baukosten, die sich auf insgesamt 138 000 Euro belaufen. Drei Viertel der Kosten fördert der Freistaat, 20 Prozent kommen vom Verkehrsverbund. Landstreicher