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Baustart in Liebenau

Bis zum Jahresende wird der Autobahnzubringer im Dorf erneuert. Noch ist es einfach, die Baustelle zu umfahren.

© Frank Baldauf

Von Maik Brückner

Mario Klippstein blinzelt zufrieden. „Bis jetzt läuft alles nach Plan“, sagt der Ingenieur und schaut ins Tal herab, in dem sich die Liebenauer Ortsdurchfahrt mit dem Autobahnzubringer kreuzt. In den letzten Tagen hat sich dort viel geändert. Vom Tal her haben die Bauarbeiter neben der eigentlichen Straße in Richtung Lauenstein eine Ausweichstraße angelegt. Seit letzter Woche rollt hier der Verkehr einspurig. Geregelt wird der Verkehrsfluss von zwei Ampeln, eine steht auf dem Berg, die andere direkt im Tal. Die Taktzeiten haben sich bewährt, sagt Christoph Becker von der bundeseigenen Planungsgesellschaft Deges. Sie war die Bauherrin der nahen Autobahn und ihrer Nebenanlagen. Und dazu zählt auch der kurze Straßenabschnitt in Liebenau. Erst wenn der fertiggestellt ist, ist der Autobahnbau auf deutscher Seite offiziell abgeschlossen. Und das dauert noch. „Für mich ist das erst 2020“, sagt Becker. Denn bis dahin läuft die Gewährleistung. Becker weiß aber auch, dass den Autofahrer so etwas weniger interessiert. Die wollen wissen, wann sie wieder Liebenau ohne Baustelle durchqueren können. Und das soll noch zum Jahresende Jahr möglich sein. Bis dahin wird sich die Verkehrsführung noch mehrmals ändern.

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In den nächsten Wochen werden die Autos auf der Ausweichstrecke fahren. Dadurch hat sich die Baufirma die nötige Freiheit geschaffen, den etwa 250 Meter langen Abschnitt von Grund auf zu sanieren. Die alte Asphaltdecke wurde bereits abgetragen. Etwas komplizierter wird es nahe der Kreuzung. Hier verläuft ein Bach, der vertunnelt werden muss. Das soll mit vorgefertigten Betonteilen passieren, sagt Becker. Künftig wird der Bach viel Platz haben, denn der neue Durchlauf soll zweimal zwei Meter breit sein. Das dürfte auch ausreichend sein, ergänzt er. Damit spielt der Projektverantwortliche auf die immer wieder auftretenden Wolkenbrüche an, in deren Folge kleine Bäche wie der in Liebenau zu reißenden Strömen werden. Zu schmale Durchläufe sind dann Hindernisse.

Ist das erste Teilstück der neuen Straße geschafft, werden die Bauarbeiter in Richtung Lauenstein vorrücken. Denn dann ist das nächste 250 Meter lange Teilstück dran. Auch hier wird eine Ausweichstrecke geschaffen, über die der Verkehr rollen wird. Mitte/Ende Juli soll das Teilstück fertig werden. Bauüberwacher Mario Klippstein hält das für realistisch. Denn bis dahin ist der Liebenauer Straßenneubau eine „Standardbaustelle“. Kompliziert wird es erst im Tal selbst.

Denn dort wird die bisherige Kreuzung zum Kreisverkehr umgebaut. Noch ist nicht klar, wie in dieser Zeit der Verkehr an der Baustelle vorbeigeleitet werden soll. „Wir arbeiten daran“, sagt Christoph Becker. Er hofft, dass die Deges bis zum Sommer zusammen mit der Baufirma, dem Regionalverkehr Dresden, der Stadt Altenberg, dem Ortschaftsrat und dem Landratsamt eine Lösung gefunden hat.

Kann der Zeitplan gehalten werden, dürfte zumindest der Schülerverkehr keine Probleme bereiten. Liebenau ist ein Drehkreuz im oberen Osterzgebirge, wo sich mehrere Buslinien treffen, auch die Busse, die Liebenau mit Fürstenwalde verbinden. Bisher kann niemand sagen, wie die Autos und Busse fahren werden, wenn die von Fürstenwalde kommende Straße in den Kreisverkehr eingebunden wird. Es gibt keine Alternativstrecke. Christoph Becker gibt sich aber zuversichtlich, eine Lösung zu finden.