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Baustelle Kirchgemeindehaus

Von außen ist das 100 Jahre alte Gebäude bereits wieder schön. Doch drinnen bleibt derzeit kein Stein auf dem anderen.

© Uwe Soeder

Von Madeleine Siegl-Mickisch

Genieß‘ die Heimat mit Oppacher!

Im grünen Herzen des waldreichen Landschaftsschutzgebietes Oberlausitzer Bergland sprudelt ein ganz besonderer Schatz: Oppacher Mineralwasser, das überall dort zu Hause ist, wo Menschen ihre Heimat genießen.

Der Saal im Großpostwitzer Kirchgemeindehaus ist eine einzige Baustelle – und nun wird es auch noch laut. Maik Schöttker wirft den Presslufthammer an und rückt einem Sockel zu Leibe. Der und noch ein paar andere müssen weg, ehe der neue Betonfußboden gegossen werden kann. In den alten Sockeln stecken noch die metallenen Hülsen, in denen einst Kletterstangen befestigt wurden. Sie erinnern daran, dass das Gebäude in den ersten Jahren nach dem Bau 1914 als Turnhalle diente. Erst vor ein paar Tagen kamen die Überbleibsel zum Vorschein, als viele freiwillige Helfer der Kirchgemeinde zu mehreren Arbeitseinsätzen anrückten. Sie räumten Tische und Stühle beiseite und rissen den alten Holzfußboden raus. Seit Montag sind nun Mitarbeiter der Oppacher Baufirma Säuberlich zugange. In den nächsten Wochen sorgen sie und weitere Handwerker dafür, dass das 100 Jahre alte Haus innen bald nicht mehr wiederzuerkennen ist.

Mehr als zwei Jahre hat die Kirchgemeinde auf diesen Moment gewartet, nun freut sich Pfarrer Christoph Kästner, dass es losgeht. Wenn alles fertig ist, könne das Haus viel flexibler genutzt werden als bisher – und das nicht nur von der Kirche selbst. Auch Seminare, Vereinsveranstaltungen und private Familienfeiern werden möglich sein. Egal ob mit 15 oder mit 150 Personen. Denn es entstehen unterschiedlich große Räume.

Saal ohne Bühne

So wird der Saal etwas kleiner sein und auch keine Bühne mehr haben. Mittels einer Faltwand zu einem benachbarten Raum kann er bei Bedarf vergrößert werden. An der Stelle, wo früher die Bühne war, entstehen ein Abstellraum und Toiletten, darüber ein Raum für die Junge Gemeinde, der auch für andere Zusammenkünfte genutzt werden kann. Statt der Holztreppe ist dort ein richtiges Treppenhaus nötig. Umgebaut wird auch die Wohnung im Obergeschoss. Die frühere Mieterin ist ausgezogen. Erste Anfragen neuer Interessenten gibt es laut Kästner schon. Doch wer dort einzieht, müsse akzeptieren, dass im Haus immer Leben ist.

Auch jetzt während der Bauphase gehen nicht nur die Handwerker ein und aus. Unter anderem Christenlehre, Chor- und Posaunenchorprobe finden weiterhin in den vorderen Räumen statt. Vorübergehend ausweichen müssen sie erst zum Ende der Bauarbeiten, wenn auch dort renoviert wird. Eine Änderung gibt es für die Kindersachenbörse, die seit einigen Jahren stets im Frühjahr und Herbst viel Anklang findet. Weil der Saal nicht nutzbar ist, wird die diesjährige Frühjahrsbörse im März in der Festhalle am Storchennest stattfinden.

Im Sommer sollen die Bauarbeiten im Kirchgemeindehaus erledigt sein. Für den Herbst ist eine große Einweihungsfeier geplant, die gleichzeitig Gemeindefest sein wird. Das Letzte fand 2012 statt. Auch damals wurde gebaut – allerdings außen. Denn die jetzigen Arbeiten sind „nur“ die Vollendung einer mehrjährigen Sanierung. 2010 ging es mit der Erneuerung des Daches los, 2012 folgten Fenster und Fassade, und nun ist der mit 320 000 Euro teuerste Abschnitt dran. Am Ende werden insgesamt mehr als 700 000 Euro in das Haus geflossen sein. Ein Großteil davon sind Städtebau-Fördermittel. Aber die Kirche muss auch Eigenmittel aufbringen, allein beim jetzigen Abschnitt 100 000 Euro. Ein Teil davon kommt von der Landeskirche. Auch Spenden helfen bei der Finanzierung.

Mehr Möglichen für die Gemeinde

Kästner denkt, dass dieses Geld gut angelegt ist. Nicht nur weil damit ein wichtiges Gebäude erhalten wird. Vielmehr werden mehr Möglichkeiten fürs Gemeindeleben und die öffentliche Nutzung geschaffen. Die Lage sei ideal – davor Parkplätze, daneben der neue Spielplatz, ringsum viel Grün. Obgleich die Nähe zur Spree auch Probleme mit sich bringt. Doch inzwischen wurde auch einiges für den Hochwasserschutz getan. So kann die Garage nun mit einem Schott verschlossen werden.

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