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Baustellen und (k)ein Ende

In Ebersbach sind Autofahrer genervt. Überall wird an Straßen gebaut. Ortsunkundige haben es besonders schwer.

© Matthias Weber

Von Gabriela Lachnit

Ebersbach. Die Stadt Ebersbach ist derzeit ein einziger Bauplatz – so scheint es. Es werden Hochwasserschäden vor allem aus dem Jahr 2013 beseitigt. Der Energieversorger Enso baut für das schnelle Internet. Zahlreichen Straßen sind deswegen ganz oder teilweise gesperrt. Manche Baustellen sind nur Tagesbaustellen. Nach Schichtende rollt der Verkehr dort dann wieder normal. Aber schon am nächsten Morgen ist alles wieder anders und der Verkehrsteilnehmer muss sich neu orientieren. Das führt bei dem einen oder anderen Kraftfahrer zu Irritationen, manchmal sogar regelrecht zu Frust.

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Auch Fußgänger müssen in mehreren Bereichen der Stadt mit Behinderungen leben. Etliche Gehwege sind aufgegraben worden und können nicht benutzt werden. Dann ist eine Querung der Fahrbahn erforderlich, was einen längeren Weg bedeutet. Das ärgert vor allem gehbehinderte Menschen. Eltern sorgen sich jetzt häufiger um ihre Kinder, wenn diese zum Beispiel allein den Schulweg bewältigen und an Baustellen vorbei müssen.

Die SZ fasst die größten Baustellen zusammen und gibt einen Ausblick, wie lange noch mit den Einschränkungen und Umleitungen zu rechnen ist.

Das sind die größten Baustellen

An der B96 im Bereich Altes Rathaus: Vollsperrung bis 2018 mit Winterpause

Bis Ende Juli 2018 werden auf dem Abschnitt zwischen Gasthaus „Brauerei“ und Weberstraße Hochwasserschäden an Stützmauern der Spree beseitigt und danach die Straße in Ordnung gebracht. Die Umleitung erfolgt per Ampelregelung und mit halbseitiger Straßensperrung als Umfahrung des Alten Rathauses. Fahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen und mit mehr als 2,20 Metern Breite dürfen hier nicht fahren und werden großräumig umgeleitet. Das ist bereits an den Startpunkten der Umleitungen weit vor der Stadt mehrfach ausgeschildert. Während des Winters ruhen die Bauarbeiten auf dieser Baustelle an der B 96. Dann ist der Straßenabschnitt uneingeschränkt nutzbar, wie Isabel Siebert vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) versichert. Das ist bereits im letzten Winter so gehandhabt worden.

Bis zum 8. Dezember ist die Vollsperrung des Straßenverkehrs an der B 96 in Ebersbach Richtung Eibau in Höhe der Pension „Ameise“ geplant. Dort gibt es einen Ersatzneubau eines Durchlasses für das Landwasser an der Ortsgrenze zu Eibau. Der überörtliche Verkehr wird über Neueibau umgeleitet.

An der Bautzener Straße Haus 5 bis 17: noch reichlich zwei Monate Bauzeit

Bis Ende November dieses Jahres sind der Gehweg und die Zufahrten zu den Grundstücken gesperrt. Während der Arbeitszeit der Baufirmen gilt eine halbseitige, vorfahrtsgeregelte Sperrung auf der B 96. Mit Ende der täglichen Arbeitszeit ist der Bereich wieder voll befahrbar.

Marktstraße und Röntgenstraße: ein Abschnitt wird nächste Woche fertig

Bis voraussichtlich zur nächsten Woche arbeiten dort drei Firmen. Für die Sicherung der Arbeitsbereiche ist eine halbseitige Sperrung der Straßen notwendig. Die Zufahrt zum Klinikum Ebersbach wird gewährleistet, heißt es aus der Stadtverwaltung Ebersbach-Neugersdorf. Deshalb gibt es für die Zeit der Bauarbeiten eine Richtungsfahrbahn analog der „Wintervariante“. Fahrzeuge können die Marktstraße hinauf und die Röntgenstraße in Richtung Bahnhofstraße abfahren. Wenn die Arbeiten dort beendet sind, wird weiter in Georgswalder Straße, Hainbergstraße, Gartenstraße, Neusalzaer Straße, Hempelstraße bis Ritterbachweg gearbeitet. Dort werden im Auftrage der Enso Breitbandkabel verlegt. Ein weiterer Bauabschnitt wird dann auf der Bahnhofstraße in Ebersbach eingerichtet, von der Alten Post bis zur Neusalzaer Straße. In der Röntgenstraße wird voraussichtlich ab übernächster Woche direkt vor dem Krankenhaus Breitbandkabel verlegt. Wie Enso-Sprecherin Claudia Kuba informiert, erfolgt das in enger Absprache mit der Krankenhausleitung. Diese Baustellen sind übrigens in der Grafik noch nicht berücksichtigt, da sie derzeit noch nicht bestehen.

Weberstraße: hier sind die Bauarbeiten bald zu Ende

Die Weberstraße ist bis November voll gesperrt. Ein genauerer Termin kann derzeit nicht benannt werden. Er ist abhängig vom weiteren Bauverlauf. Dort werden Brücken und Stützwände neu errichtet.

Breitbandkabel rund um die Reichsstraße: dauert bis 2018

Zahlreiche Bauabschnitte in der Reichsstraße, Hermann-Wünsche-Straße, Camillo-Gocht-Straße, Amtsgerichtsstraße, Schillerstraße und Bergstraße sind erforderlich für die Verlegung von Breitbandkabel. Die Einschränkungen für Kraftfahrer und Fußgänger können sich bis Ende September 2018 hinziehen. Die Behinderungen reichen dabei von Gehwegsperrungen über halbseitige Straßensperrungen nach Bedarf und Vollsperrung als Tagesbaustelle.

Hofeweg: hier wird noch bis Ende Oktober gearbeitet

Der Hofeweg ist bis zum 28. Oktober zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Haus Nummer 52 für den Fahrzeugverkehr voll gesperrt. Die Umleitungen sind ausgeschildert, die Verkehrsgesellschaft Dreiländereck hat für den Schülerverkehr eine Ersatzhaltestelle eingerichtet. In diesem Bauabschnitt werden eine neue Trinkwasserleitung, eine Hochdruck-Gasleitung und eine 20-KV-Stromleitung verlegt.

Hempelstraße: hier wird bis November gebaut

Vom Abzweig Seitenstraße bis zum Ritterbachweg ist die Hempelstraße voll gesperrt. Hier werden ein Leerrohr für die Breitbandversorgung und eine neue 10-KW-Leitung verlegt. Weil nicht genügend Umleitungsstrecken da sind, kann bei Teilsperrung nur Stück für Stück gearbeitet werden. Das dauert dann länger, sagt Enso-Sprecherin Frau Kuba.

Wiesenstraße: Ende nächster Woche sollen die Arbeiten beendet sein

Voraussichtlich bis zum Freitag nächster Woche ist auch die Wiesenstraße vom Haus Nummer 19 bis zum Ortsausgang Richtung Friedersdorf gesperrt. Hier werden Straßenschäden beseitigt, die das Hochwasser von 2013 verursacht hatte.

Vollsperrung bis Ende Oktober auf der Seitenstraße

Bis zum 30. Oktober werden in der Seitenstraße ab Kreuzung Friedersdorfer Straße bis Ortseingang Friedersdorf Stützmauern, die Straße und Kanäle gebaut. Deshalb gibt es dort eine Vollsperrung.

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