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Bautz’ner Senf hat die treuesten Kunden

Die Senfmarke aus Sachsen gehört zu den bekanntesten Marken aus dem Osten. Die Mitteldeutsche Markenstudie zeigt noch mehr in punkto Konsumverhalten.

© Sebastian Kahnert / dpa

Viele ostdeutsche Lebensmittelmarken können sich nach wie vor im Supermarktregal behaupten und das nicht nur in Sachsen oder Thüringen. „Im 30. Jahr der Deutschen Einheit wird wahrscheinlich in Ost und West mit Rotkäppchen angestoßen werden“, ist Sören Schiller, Chef des Erfurter Instituts für angewandte Marketing- und Kommunikationsforschung (IMK) überzeugt. Denn frage man die Deutschen nach einer Sektmarke, würden 68 Prozent der Mitteldeutschen spontan „Rotkäppchen“ nennen. Auch bundesweit seien es 52 Prozent, denen zuerst die Traditionsmarke aus Sachsen-Anhalt einfällt. 

Das ist Platz eins bei der Bekanntheit von 119 Marken, die für die aktuelle Mitteldeutsche Markenstudie abgefragt wurden. Die Ergebnisse der Umfrage präsentierte Schiller am Donnerstag in Erfurt. Ebenfalls spontan genannt werden in ganz Deutschland Radeberger Bier, Bautz´ner Senf, Teigwaren aus Riesa, Kathi Backmischung oder Mühlhäuser Konfitüre.

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Die treuesten Kunden hat allerdings Bautz’ner Senf. Wenn sie Senf kaufen, greifen 79 Prozent der Konsumenten aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen steht zum Senf aus Sachsen. Über eine ähnlich hohe Markentreue können sich Heichelheimer (76 Prozent) und Rotkäppchen-Sekt (73 Prozent) freuen. Von Markentreue wird gesprochen, wenn Verbraucher zum Beispiel bei Wasser, Schokolade oder Joghurt immer das gleiche Produkt kaufen.

Diesen Marken sind die Sachsen besonders treu

Platz 10: Ur-Krostitzer

Diesen Marken sind die Sachsen besonders treu

Platz 9: Freiberger

Diesen Marken sind die Sachsen besonders treu

Platz 8: Teigwaren Riesa

Diesen Marken sind die Sachsen besonders treu

Platz 7: Wernesgrüner

Diesen Marken sind die Sachsen besonders treu

Platz 6: Lichtenauer

Diesen Marken sind die Sachsen besonders treu

Platz  5: Sachsenmilch

Diesen Marken sind die Sachsen besonders treu

Platz 4: Radeberger

Diesen Marken sind die Sachsen besonders treu

Platz 3: Teekanne

Diesen Marken sind die Sachsen besonders treu

Platz 2: Nudossi

Diesen Marken sind die Sachsen besonders treu

Platz 1: Bautz`ner

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Die 11. Mitteldeutsche Markenstudie misst aber nicht nur die Markenbekanntheit und Markentreue. Sie zeigt auch, dass die Lebensmittelproduzenten in Ostdeutschland dem Thema Nachhaltigkeit mehr Aufmerksamkeit schenken sollten, wenn sie die Kundentreue halten wollen. Denn nicht nur jüngere, sondern auch ältere Konsumenten legen beim Einkauf Wert auf umweltfreundliche Produktion, kurze Transportwege und weniger Verpackungsmaterial.

Frauen denken öfter an Nachhaltigkeit als Männer

„Bewusster Einkauf und Konsum nehmen mit dem Alter zu und zwar im ganzen Land“, betont IMK-Chef Schiller. So gaben 89 Prozent der 60- bis 69-jährigen in Mitteldeutschland an, nur wenig Lebensmittel wegzuwerfen. Bei den 18- bis 29-jährigen lag dieser Wert bei 58 Prozent. Und während 62 Prozent der Älteren saisonale Produkte bevorzugen, lag der Wert bei den Jüngeren nur bei 30 Prozent. Durchgehend zeigten Frauen in der Befragung ein stärkeres Bewusstsein für Nachhaltigkeit, als Männer. Potenzial sehen die Forscherinnen und Forscher bei den Nachhaltigkeitsfaktoren „faire und soziale Produktionsbedingungen“ sowie „Tierwohl“. 

So ist in Mitteldeutschland ein „Fairer Handel“-Siegel nur für jeden Fünften, bundesweit für jeden Dritten ein Kaufgrund. Dies könnte laut IMK auch damit zusammenhängen, dass sich bundesweit weniger als die Hälfte der Befragten zum Thema "nachhaltig produzierte Lebensmittel" gut aufgeklärt und informiert fühlt. Hauptgründe für den Lebensmittelkauf sind nach wie vor Geschmack, Preis und Qualität.

Kaufland bleibt Platzhirsch in Mitteldeutschland

Große Unterschiede zwischen Mittel- und Gesamtdeutschland gibt es bei den am häufigsten besuchten Einkaufsstätten. In Mitteldeutschland ist Kaufland der unangefochtene Platzhirsch, gefolgt von Netto und Edeka. Aldi rutscht auf den sechsten Platz. Bundesweit muss der Discounter seinen Spitzenplatz an Edeka abgeben. Für jeden zweiten Befragten ist die Nähe zum Arbeits- oder Wohnort das entscheidende Einkaufskriterium. Auch Preis und regionale Produkte sind in Mitteldeutschland wichtiger als im Rest der Republik.

Das IMK untersucht jährlich im Auftrag der MDR Media GmbH (ehemals MDR Werbung) Einkaufsverhalten, Bekanntheit und Beliebtheit mitteldeutscher Marken sowie die beliebtesten Supermärkte. Befragt wurden 5.000 Menschen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie 1.000 in ganz Deutschland. 

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