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Für den Schulbus zahlen, der nicht fährt?

Kein Unterricht wegen Corona - trotzdem müssen die Eltern für den Schülerverkehr zahlen. Der Landkreis Bautzen verspricht eine Lösung.

Ein Bild aus anderen Tagen - zurzeit steigen an der Haltestelle an der Sohlander Grundschule keine Schüler ein und aus. Eltern müssen trotzdem für die Schulbus-Tickets zahlen.
Ein Bild aus anderen Tagen - zurzeit steigen an der Haltestelle an der Sohlander Grundschule keine Schüler ein und aus. Eltern müssen trotzdem für die Schulbus-Tickets zahlen. © Archivfoto: SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Ab dem 20. April kehren in Sachsen die ersten Schüler in die Schulen zurück. Bis der Unterricht wieder normal läuft wird es allerdings noch dauern. Viele Mädchen und Jungen bleiben auch in den kommenden Wochen daheim. Trotzdem müssen die Eltern im Landkreis Bautzen weiter für den Schulbus zahlen. Warum ist das so? Bekommen die Eltern das Geld später zurück?  Sächsische.de hat im Landratsamt Bautzen nachgefragt.   

Gilt ab Montag wieder der Fahrplan für Schulzeiten?

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Ja. In den vergangenen Wochen galt im Fahrplan der Ferienmodus, weil die Schulen wegen Corona geschlossen blieben – und in der Woche nach Ostern waren ja auch regulär Ferien. Auch wenn nicht alle Schüler am Montag gleichzeitig in den Unterricht starten, gilt auf allen Linien im Landkreis Bautzen wieder der Schulzeit-Fahrplan. Insgesamt sind zwischen Ottendorf-Okrilla, Weißenberg und Sohland etwa 15.000 Schulkinder für ihren Weg zu Deutsch, Mathe und Co. auf den Bus angewiesen.

Busse fuhren nicht, warum zahlten Eltern trotzdem?

Das Gros der Fahrtkosten trägt der Landkreis. Eltern müssen für jedes Schulkind 13 Euro im Monat beisteuern, erklärt Cynthia Thor von der Pressestelle des Landratsamtes. Dieser Eigenanteil ist für höchstens elf Monate pro Schuljahr zu zahlen. Ein höherer Eigenanteil fällt an, wenn das Kind nicht die nächstgelegene Schule besucht. Nun können die Schüler ihre Jahreskarten für den Bus während der Corona-Zeit nicht nutzen, obwohl sie bezahlt waren. „Die Fahrkarten konnten aber aufgrund der unklaren Lage zur weiteren Entwicklung auch nicht abbestellt werden“, sagt Cynthia Thor.

Bekommen die Eltern die umsonst gezahlten Anteile zurück?

Der Landkreis wird prüfen, ob und wie die trotz Corona gezahlten Eigenanteile entweder zurückerstattet oder mit künftigen Fahrscheinen verrechnet werden. „Eine Entscheidung dazu kann erst erfolgen, wenn der normale Schulbetrieb wieder aufgenommen wurde“, stellt die Landkreis-Sprecherin klar.

Warum wird das nicht sofort entschieden?

Der Gebühreneinzug für diesen Monat fand planmäßig am 5. April statt. Zu diesem Zeitpunkt wusste noch niemand, wann die Schule wieder beginnen wird. Auch bisher steht nur fest, dass zunächst die Abschlussklassen wieder in die Schule kommen und somit auch ihre Fahrkarten brauchen. Das Landratsamt wartet jetzt ab, wie lange die Schulpause für alle anderen Kinder dauert. Danach, versichert die Sprecherin, werde entschieden, wer wann wie viel Geld zurück bekommt.

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