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Bautzen packt die Curieschule an

Von außen macht das Gebäude schon einen Top-Eindruck. Jetzt investiert die Stadt weitere fünf Millionen Euro – in Klassenzimmer, Sportanlagen und einen besonderen Spielplatz.

Von Sebastian Kositz

Dach und Fassade sind saniert, doch sonst hat sich an der Curieschule in den vergangenen drei Jahrzehnten kaum etwas getan. Die Toiletten und Fußböden im Inneren des Gebäudes sind verschlissen, der Hof mit seinen grauen Betonplatten verbreitet derzeit eher den Charme einer Kaserne statt einer Grundschule. Doch das wird sich in den nächsten zwei Jahren ändern. Nachdem die Stadt bereits die Außenhülle für insgesamt eine Million Euro hat sanieren lassen, wird nun auch der Rest des 1985 eröffneten Schulhauses angepackt. Die Klassenräume werden komplett erneuert, die Spiel- und Sportflächen auf dem Gelände der Schule aufwendig umgestaltet. Die SZ stellt die Pläne für das fünf Millionen Euro teure Vorhaben vor.

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Alles neu im Inneren des Gebäudes

Seit der Eröffnung der Schule vor knapp drei Jahrzehnten hat sich auf den Fluren und in den Räumen nur wenig verändert. Außer dringend nötiger Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten ist dort kaum etwas geschehen. Deshalb muss jetzt richtig rangeklotzt werden. Die Fußböden, Toiletten und Türen werden komplett erneuert, die Wände brauchen einen frischen Anstrich. Die Klassenzimmer und übrigen Räume erhalten neue Möbel. Die alte Heizungsanlage fliegt raus, wird ebenso wie die Elektrik und das Leitungsnetz fürs Wasser neu installiert. Außerdem will die Stadt abschließbare Fächer aufstellen, in denen die Kinder ihre Dinge unterbringen können.

Moderne Anlagen für den Schulsport

Zwar hat die Schule schon jetzt einige Bereiche für den Sport, doch erfüllen die kaum oder gar nicht die nötigen Voraussetzungen für einen ordentlichen Unterricht. Die Pläne sehen den Bau eines neuen, elf mal elf Meter großen Bolzplatzes mit vier Toren und zwei Streetballkörben vor. Der Bolzplatz soll im Bereich des jetzigen Sport- und Spielplatzes entstehen. Bis zu 3,65 Meter hohe Netze sorgen dafür, dass die Bälle nicht ständig über das gesamte Gelände fliegen. Zudem sind hinter der Schule im nördlichen Bereich des Areals zwei Laufbahnen und eine Sprunggrube vorgesehen.

Schulhof wird zur Erlebniswelt

Bislang ist das abschüssige Gelände um die Schule herum noch recht karg gestaltet. Jetzt wird das Areal in ein wahres Erlebnisland verwandelt, wo die Kinder nicht nur spielen und toben, sondern auch viel Wissenswertes erfahren können. Der Clou: Der neue Bolzplatz im unteren Bereich des abschüssigen Geländes wird von einer riesigen, einer Pyramide ähnlichen, Seilkonstruktion überspannt – ein gigantischer Spielzirkus in luftiger Höhe mit zahlreichen Kletter- und Hangelnetzen. Darin werden sich zudem reichlich Schalen und andere Sitzgelegenheiten zum Ausruhen finden. Um die 13 Meter hohe Konstruktion werden weitere Spielgeräte, wie etwa eine Rutsche und Schaukeln, angeordnet.

Zwischen dem Spielzirkus und dem Bolzplatz werden am Hang eine Terrasse mit einem großen Sandkasten und weitere Kletternetze angelegt. Auf der obersten Ebene direkt neben der Schule will die Stadt einen Verkehrserziehungsplatz und einen Schulgarten schaffen. In dem 270 Quadratmeter großen Schulgarten werden Obstbäume gepflanzt. Geplant sind zudem Gemüse- und Kräuterbeete sowie ein Insektenhotel. Der bisherige Rodelhang am Rand des Schulgeländes bleibt erhalten.

Schüler müssen zunächst umziehen

Bereits mit Beginn der Sommerferien möchten die Bauleute an der Curieschule loslegen. Weil die Arbeiten aber nur möglich sind, wenn im Gebäude kein Unterricht stattfindet, müssen die Kinder in den Schuljahren 2014/15 und 2015/16 in die nahe gelegene Gagarinschule umziehen. Das Gebäude an der Gagarinstraße wird bis zum Sommer für etwa 200 000 Euro hergerichtet. In dem Ausweichquartier müssen unter anderem Fenster und Fußböden ausgetauscht werden, damit die Kinder von der Curieschule dort angemessen unterrichtet werden können.