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Bautzen

Bautzen wird immer sicherer

Die Zahl der Straftaten ist deutlich zurückgegangen. Für die Polizei bleibt Bautzen aber ein „Hotspot“ der Kriminalität.

Die Zahl der Diebstähle ist zurückgegangen.
Die Zahl der Diebstähle ist zurückgegangen. © Archiv

Bautzen. Die Polizei muss im Bautzener Stadtgebiet seltener eingreifen. Das geht aus der aktuellen Statistik zur Kriminalität hervor. Demnach ist die Zahl der Straftaten deutlich gesunken. Noch im Jahr 2017 zählten die Beamten mehr als 4 300 solcher Verstöße. Im Jahr 2018 waren es hingegen nur 3 800 Straftaten. Das entspricht einem Rückgang von zwölf Prozent. Im Bereich Körperverletzung, Bedrohung, Raub und Nötigung erfasste die Polizei 601 Verstöße. 2017 waren es 662. Auch die Zahl der Vermögens- und Fälschungsdelikte sank leicht – von 710 im Jahr 2017 auf 658 in 2018. In diesen Bereich fallen zum Beispiel Betrug und Urkundenfälschung.

Besonders deutlich zeigt sich der Rückgang der Straftaten aber bei den Diebstählen. Die Beamten zählten im vergangenen Jahr 1 100 Fälle im Bautzener Stadtgebiet. Das sind 200 weniger als in 2017. Speziell bei den angezeigten Ladendiebstählen ging die Zahl um 55 auf insgesamt 241 zurück.

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Nur in Görlitz mehr Straftaten

Doch obwohl die Zahl der Straftaten sinkt, wird die Stadt von den Beamten weiterhin als Schwerpunkt betrachtet. In der gesamten Oberlausitz liegt nur noch die Stadt Görlitz vor Bautzen. Dort wurden 2018 immerhin 7 800 Straftaten erfasst. Im Kreis Bautzen sprechen die Polizisten von drei „Hotspots der Kriminalität“. Neben Bautzen stehen auch Kamenz und Hoyerwerda auf dieser Liste. Das verwundere aber nicht, heißt es im Bericht der Polizei. Schließlich wohnt in diesen drei Orten die Mehrheit der Einwohner im Landkreis.

Einen Rückgang der Straftaten verzeichnen die Beamten nicht nur in der Stadt Bautzen, sondern in der gesamten Oberlausitz. In den Kreisen Bautzen und Görlitz wurden 2018 insgesamt 33 878 Straftaten registriert – 1 600 weniger als noch im Vorjahr. Die Kriminalitätsbelastung in der Region ging damit im vierten Jahr in Folge zurück und befindet sich auf dem tiefsten Stand seit der Öffnung der Grenzen vor zehn Jahren. Die Aufklärungsquote liegt bei knapp 60 Prozent.

Eigentumsdelikte stehen nach wie vor auf dem ersten Platz der Statistik. Ein Großteil davon ereignete sich im Grenzgebiet zu Polen und Tschechien. Vor allem im Oberland kam es zu zahlreichen Garageneinbrüchen. Autoknacker schlugen vor allem in Görlitz, Zittau, Weißwasser und Bad Muskau, aber auch in Bautzen zu.