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Zittau

Bauzaun am Olbersdorfer See bleibt stehen

Die Treppe ins Wasser ist aus Sicherheitsgründen gesperrt - und auch nicht mehr zu reparieren. Dafür plant die Gemeinde jetzt Großes.

Mit dem Richten von ein paar Platten ist es nicht mehr getan am Olbersdorfer See.
Mit dem Richten von ein paar Platten ist es nicht mehr getan am Olbersdorfer See. © Foto: Matthias Weber

So lange kann es doch nicht dauern, ein paar Platten zu richten? Diese Frage stellen sich nun schon seit Monaten die Badegäste am Olbersdorfer See. Denn seit Monaten ist die Treppe am Ufer vor dem Hotel "Haus am See" mit einem Bauzaun abgesperrt. Aus Sicherheitsgründen, wie zu erfahren ist. 

Der Bauzaun wird auch noch ein ganze Weile stehenbleiben. "Es ist eben nicht mehr damit getan, ein paar Platten zu richten“, erklärt Olbersdorfs Bürgermeister Andreas Förster (FDP). Das habe die Gemeinde in der Vergangenheit immer wieder versucht - ohne den gewünschten Erfolg. Das Wasser und vor allem das Eis im Winter hätten regelmäßig neue Schäden verursacht.

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Die Gemeinde Olbersdorf ist Eigentümer des gesamten See-Geländes - und muss als solche auch für die Verkehrssicherheit sorgen. An der Treppe war sie nicht mehr gegeben. Aber wieder nur zu reparieren, das sei vertane Mühe, sagt der Bürgermeister. Deshalb haben die Olbersdorfer sich dagegen entschieden und jetzt eine bessere Lösung: Sie planen Großes.

Rund eine Million Euro will die Gemeinde in diesem und dem kommenden Jahr investieren, um den gesamten Uferbereich vom Hotel bis zum Sandstrand grundlegend neu zu gestalten. Ein Ingenieurbüro ist schon mit der Planung beauftragt. Es soll eine neue attraktive Flaniermeile entstehen. Treppen und Holzsteg werden darin eingebunden sein.  "Die neu gestalteten Anlagen werden die Attraktivität des Sees für Freizeit, Erholung, Wassersport und Aktivtourismus noch erhöhen", sagt der Bürgermeister.

Für die kleine Gemeinde Olbersdorf ist der See von Anfang an eine große Herausforderung. Vor allem auch eine finanzielle. Rund 75.000 Euro im Jahr kostet allein die notwendige Pflege und Instandhaltung des Geländes. "Wir stemmen das alles vor allem mit eigenen Kräften der Verwaltung und des Bauhofs und - ganz wichtig - durch eine tolle Unterstützung des Vereins Freizeitoase und seiner Mitglieder", erklärt Andreas Förster. Und Großes braucht eben auch die nötige Zeit, um alle notwendigen Vorbereitung fachmännisch zu treffen und alle technischen, finanziellen, gegebenenfalls auch gestalterischen und wasserbautechnischen Gesichtspunkte ausreichend zu beachten, erklärt der Bürgermeister.

Aber auch, wenn die Treppe erst einmal gesperrt bleibt: Sie ist ja nicht der einzige Zugang zum Wasser. Schon ein paar Meter weiter gibt es andere Badeplätze. Und nach wie vor, auch das will der Bürgermeister in dem Zusammenhang betonen, kostet das Baden am See keinen Cent Eintritt. Auch das soll in Olbersdorf so bleiben.

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