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Französischer Corona-Patient bei Bavaria

Der Franzose lag drei Wochen in einem Dresdner Krankenhaus. Nun muss er sich von den Strapazen der Behandlung erholen.

Der französische Covid-19-Patient wird nach Kreischa zur Reha verlegt.
Der französische Covid-19-Patient wird nach Kreischa zur Reha verlegt. © Krankenhaus Dresden-Neustadt

Seit Montag hält sich ein zweiter Corona-Patient in der Bavaria-Klinik Kreischa zur Reha auf. Bisher wurde der Mann im städtischen Klinikum Dresden behandelt. Dort verbrachte er gut drei Wochen auf der Intensivstation. Er war zusammen mit weiteren Patienten aus der Region Elsaß nach Deutschland ausgeflogen worden, weil dort die Kapazitäten an den Krankenhäusern erschöpft waren.

In Kreischa muss er nun zurück ins bewegte Leben finden. Denn die Behandlung gegen Covid-19 ist strapaziös gewesen. Sediert, also unter starken Beruhigungsmitteln stehend, hing der Mann viele Tage an Beatmungsgeräten. "Nun muss er erst einmal entwöhnt werden, also lernen, wieder selbstständig unter zunehmender Belastung zu atmen. Dieser Prozess kann mehrere Wochen dauern", erklärt Viviane Piffczyk, Sprecherin des Städtischen Klinikums Dresden.

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In Kreischa ist man auf diese Fälle gut vorbereitet, ist doch die Bavaria-Klinik unter anderem auf die Behandlung solcher Patienten spezialisiert. Dort verfügt man seit Jahrzehnten über Erfahrungen mit schwerst erkrankten Menschen, die beatmet und entsprechend therapiert werden müssen, zum Beispiel nach schweren Operationen oder Verkehrsunfällen.

Wie die Klinik auf ihrer Homepage informierte, wird am Standort Zscheckwitz ein Internationales Zentrum für virale und bakterielle Erkrankung aufgebaut, indem derzeit speziell an Covid-19 erkrankte Patienten aus anderen Krankenhäusern aufgenommen werden. Die Kapazität in Zscheckwitz soll 280 Betten betragen.

Bei den akut am Coronavirus erkrankten Menschen wird es nicht nur um die Entwöhnung vom Beatmungsgerät gehen. Beobachtet wurde, dass mit der Krankheit oft auch neurologische Ausfälle verbunden sind. So klagen Betroffene beispielsweise über den Verlust des Geruchs- oder des Geschmacksinns. 

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Auch der Mann aus Frankreich wird in den nächsten Tagen zahlreiche weitere Untersuchungen und Tests durchmachen müssen. Dass er dies nicht in seiner Heimat machen kann, hat einen einfachen Grund: Nach der strapaziösen Behandlung am Dresdner Krankenhaus ist er über eine so weite Strecke noch nicht transportfähig. Mit seiner Familie in Mulhouse steht er immerhin per Bildtelefonie in Kontakt.  Am Krankenhaus in Dresden-Neustadt/Trachau wünscht man ihm alles Gute. "Wir sind alle sehr glücklich über den positiven Ausgang", heißt es seitens der Klinikleitung.  

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