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Baywobau kauft Sanatorium

Die Firma findet Gefallen am Weidner-Areal. Schon ab Juni startet der Wohnungsverkauf.

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Von Kay Haufe

Mit dem Objekt am Loschwitzer Elbhang hat Baywobau-Chef Berndt Dietze schon lange geliebäugelt. Doch zunächst war es der Projektentwickler ABG mit Hauptsitz in München, der das ehemalige Weidner-Sanatorium von den Helios-Kliniken kaufte. Inzwischen hat es Dietze geschafft: Die Baywobau hat das Weidner-Areal erworben. „Wir haben durch unser Haupthaus in München beste Kontakte zu ABG und sind uns schnell einig geworden“, sagt Dietze. Seine Erfahrungen mit dem Lahmann-Sanatorium sind für das neue Projekt ganz entscheidend. „Vor allem in finanzieller Hinsicht wissen wir jetzt, was auf uns zukommt“, sagt der Baywobau-Manager.

Aus der einstigen Kurklinik soll eine außergewöhnliche Wohnanlage werden. Rund 90 Wohnungen sind zwischen Krüger- und Malerstraße geplant. 56 davon in den drei denkmalgeschützten Häusern.

Dazu kommen dreigeschossige Mehrfamilienhaus-Neubauten auf dem jetzigen Parkplatz. Eine Tiefgarage bietet für jede Wohnung einen Stellplatz. Eine Baugenehmigung habe die Stadt bereits erteilt. Bereits im Juni will Dietze mit dem Verkauf der Wohnungen beginnen.

Hinter dem Kutscherhaus wurde eine Teilfläche an der Malerstraße verkauft. Darauf entstehen zwei moderne Einfamilienhäuser. Auch die Weidnersche Villa, unterhalb des sogenannten Logierhauses, hat bereits Interessenten gefunden und wird extra verkauft.

1916 eröffnete der Dresdner Arzt Eugen Weidner seine Klinik mit 80 Betten und 100 Mitarbeitern nahe Schloss Wachwitz. Prominente Gäste aus dem In- und Ausland wie Heinz Rühmann kamen zahlreich. Später diente das Haus als sowjetisches Militärlazarett sowie Tuberkulose-Klinik der kasernierten Volkspolizei und später der Nationalen Volksarmee. 1991 übernahm die Humaine-Gesellschaft das Haus. Seit 2009 war es geschlossen.