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Beängstigende Aussichten

SZ-Redakteur Peter Hilbert über die Finanzen für Dresdner Brücken

© Rene Meinig, Robert Michael

Die Stadt hat in den vergangenen Jahren viel in den Erhalt und den Bau von Brücken investiert. Bei einigen davon wurde das auch höchste Zeit, so bei der Albertbrücke. Vor Beginn der Sanierung befand sie sich in einen äußerst schlechten Zustand, sodass die Arbeiten längst überfällig waren. Zumindest dieser Kraftakt ist jetzt weitgehend geschafft. Nicht anders sah es bei der traditionsreichen Augustusbrücke aus, die nur mithilfe von Fluthilfemitteln saniert werden kann. 

Wenn auch so manches geschafft ist, bleibt noch vieles zu tun. Umso mehr verwundert der Blick in die mittelfristige Finanzplanung der Stadt für Brücken und andere Ingenieurbauwerke. Sind dieses Jahr mit Zuschüssen noch Investitionen von rund 24 Millionen Euro dafür vorgesehen, so schrumpft der Etat dafür bis 2023 auf ein Fünftel dieser Summe. Das sind beängstigende Aussichten.

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Mail an SZ-Redakteur Peter Hilbert