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Beeindruckende Leidenschaft

über Gurlitts großes Werk

Gabriel Wandt

Es ist immer noch spektakulär, wenn man sich überlegt, wie viele Hundert Kunstwerke ein einzelner Mann über Jahrzehnte verstecken kann, ohne dass man ihm auf die Spur kommt. Die Gewissenhaftigkeit und das Auge für Kunst liegen da eindeutig in der Familie, möchte man meinen. Denn die Vorfahren jenes Cornelius Gurlitt, der in diesen Tagen und Wochen für aufsehenerregende Schlagzeilen sorgt, waren selbst Künstler. Landschaftsmaler, Schriftsteller, Komponisten gehören in diese Familie.

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Und eben jener Cornelius Gurlitt, der rund um die vorletzte Jahrhundertwende ein gleichfalls beeindruckendes Projekt übernahm und mit großem Einsatz und Entschlossenheit zu Ende führte. Eine Dokumentation aller wichtigen Denkmäler, die es im damaligen Königreich Sachsen gegeben hat. Bis heute ist dieses Werk unerreicht, und es ist hochinteressant, darin zu blättern. Da hat sich jemand einen Namen gemacht – und sowohl für die Forschung als auch für viele Bereiche der Alltagswelt etwas Außergewöhnliches hinterlassen. Er besaß offensichtlich einen Enthusiasmus, der vielleicht schon damals, mit Sicherheit aber auch heute an vielen anderen Stellen ebenfalls wünschenswert wäre.