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Behörden haben viel zu lange gezögert

über den Zeitverzug beim Schulneubau

Annett Heyse

Was alle schon ahnten, die die Diskussionen um den Bau eines Gymnasiums verfolgt haben, wird jetzt Gewissheit: Nie und nimmer wird die Schule im August ihre Türen für den ersten Jahrgang öffnen. Zu lange ließ sich das Kultusministerium Zeit damit, die Pläne des Landkreises zu genehmigen. Und selbst jetzt, da die Genehmigung erteilt ist, ist sie noch nicht rechtskräftig, weil die Widerspruchs- und Klagefrist läuft.

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Allen, die in Zukunft eine Schule bauen wollen, dürften daraus vor allem eine Lehre ziehen – nicht bis auf den letzten Drücker warten. Denn genau diesen Vorwurf muss sich jetzt der Landkreis gefallen lassen: Warum hat man nur so lange gezögert, überhaupt über eine neue Schule nachzudenken. Erst im Frühjahr 2013 wurde man sich der Lage bewusst. Komisch, denn schließlich geht es hier um Kinder, die seit neun oder zehn Jahren auf der Welt sind. Die ganze Zeit wusste man, dass diese Kinder 2015 die Grundschule verlassen – Richtung Mittelschule oder Richtung Gymnasium. Man konnte sich anhand der durchschnittlichen Übertrittsquote seit Jahren ausrechnen, wie viele Mädchen und Jungen am Weißeritzgymnasium landen werden. Nun wird man im nächsten Frühjahr, wenn es an die Verteilung der Plätze geht, ein Problem bekommen.