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Maximal 500 Gäste in Leisnigs Freibad

Wie das gezählt wird, ist weiter ungeklärt. Notfalls sitzt wieder Personal am Eingang. Schon nächste Woche könnte das nötig sein: Hitze ist gemeldet.

Noch wartet Leisnig darauf, dass das Gesundheitsamt grünes Licht gibt. Stimmen die Wasserwerte, öffnet das Stadtbad umgehend,, voraussichtlich am Sonntag. Dann wird Badchef Marco Kählert jeden Tag die um einige Hygienevorschriften erweiterte Badordnung au
Noch wartet Leisnig darauf, dass das Gesundheitsamt grünes Licht gibt. Stimmen die Wasserwerte, öffnet das Stadtbad umgehend,, voraussichtlich am Sonntag. Dann wird Badchef Marco Kählert jeden Tag die um einige Hygienevorschriften erweiterte Badordnung au © Dietmar Thomas

Leisnig. Nichts ist so, wie in den vergangenen Jahren. Das trifft auch auf den Betrieb im Leisniger Stadtbad zu. Wegen der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Auflagen müssen in dieser Saison sowohl Mitarbeiter als auch die Besucher einiges beachten.

Damit alle darüber informiert sind, hat die Verwaltung die Badordnung ergänzt. Auch Bilder erklären wie vielerorts üblich, die durch das Coronavirus wieder aktuell gewordenen Hygieneregelungen wie etwa das Husten in die Armbeuge.

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„Außerdem empfehlen wir, im Kassen-, Eingangs- und Imbissbereichbereich einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen“, sagt Bürgermeister Tobias Goth. Dazu zwingen wolle die Verwaltung die Gäste nicht. „Wir setzen da auf Eigenverantwortung“, begründet Goth. Die Schutzmaßnahmen in genannten Bereichen begründet er damit, dass sich dort wahrscheinlich mehr Leute aufhalten als auf dem großzügigen Wiesenbereich.

Dass die Decken oder Badetücher dort ausreichend weit auseinander liegen, das versteht sich von selbst und ist ebenfalls in der Badordnung geregelt. „Auf die Einhaltung werden die Schwimmmeister schauen“, kündigt Goth an. Darüber hinaus will er den Mitarbeiter im Vollzugsdienst ab und an zur Kontrolle ins Bad schicken.

Um den Bestimmungen der Verordnung des Freistaates zu entsprechen, müssen Besucher aber mehr als die Alltagsmaske dabei haben. Im Eingangsbereich stehen Behälter mit Desinfektionsmittel bereit. Das trifft zusätzlich auch auf den Bereich der Umkleidekabinen zu. Die Toiletten dürfen maximal zwei Personen zur gleichen Zeit besuchen. Auch dort ist eine weitere Handdesinfektion empfohlen.

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Kein Hinweis, sondern Pflicht ist, die Duschen im Eintrittsbereich der Schwimmbecken zu benutzen. Die übrigen Duschen sind geschlossen – aus hygienischen Gründen. Damit begründet Bauamtsleiter Thomas Schröder auch, weshalb es in dieser Saison keinen Verleih zum Beispiel von Schwimmringen und -nudeln geben wird. 

Im Technischen Ausschuss Ende Mai stellte er bereits die wegen Corona erweiterte Badordnung vor. Die sei in Abstimmung mit der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen entstanden, sagte er.

Nach deren Empfehlung und mit den Leisniger Daten ist auch errechnet worden, dass sich maximal 500 Gäste gleichzeitig im Wasser und auf der mehr als einen Hektar großen Liegewiese befinden dürfen. Das zu ermitteln, bleibt im Moment ein Problem, das wiederum „dem elektronischen Kassensystem geschuldet ist“, erklärt Enrico Tappert, Auszubildender bei der Stadt Leisnig. 

Der Automat zählt nur die Gäste, die den Eintritt zahlen. Wer das Badgelände verlässt, wird nicht registriert. „Wir haben verschiedene technische Lösungen diskutiert, aber noch nicht die passende gefunden“, so Tappert.

Der Bürgermeister sieht darin kein unlösbares Problem: „Es werden nicht gleich so viele Besucher kommen.“ Das könnte sich ändern, wenn die vorhergesagte Hitzewelle nächste Woche tatsächlich über Deutschland rollt. „Notfalls muss wieder von Hand kassiert werden“, sagt der Rathauschef. Das wird zum Beispiel noch im Roßweiner Wolfstal praktiziert.

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Noch wartet die Stadt darauf, dass das Gesundheitsamt bestätigt, dass alle Wasserwerte im grünen Bereich sind. "Bis Sonnabend sollte das passiert sein, dann öffnen wir spätestens am Sonntag", sagte der Rathauschef am Donnerstagabend in der Stadtratssitzung. Dann werden Badegäste täglich von 12 bis 18 Uhr - je nach Wetter - erwartet. Der Eintritt bleibt unverändert: Kinder bis zu drei Jahren zahlen nichts, bis zu 16-Jährige zwei Euro und Erwachsene 3,50 Euro. Günstiger wird es mit Erwerb einer Zehner- und Jahreskarte. 

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