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Bei der Großenhainer Tafel werden die Spenden knapp

Seit knapp acht Jahren leitet Rainer Fröhlich die Großenhainer Tafel. An vier Tagen pro Woche gibt er in Großenhain, Radeburg und Pulsen Lebensmittel an Bedürftige aus. „Die Zahl ist in den vergangenen Jahren auf konstant hohem Niveau geblieben“, so Fröhlich.

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Seit knapp acht Jahren leitet Rainer Fröhlich die Großenhainer Tafel. An vier Tagen pro Woche gibt er in Großenhain, Radeburg und Pulsen Lebensmittel an Bedürftige aus. „Die Zahl ist in den vergangenen Jahren auf konstant hohem Niveau geblieben“, so Fröhlich. Zwischen 450 und 500 Familien nehmen jede Woche die Dienste der Tafel in Anspruch. Für 1,75 Euro erhalten sie Wurst, Käse, Butter, Obst, Gemüse, Brot und Milch. Je nachdem, was die Discounter und Bäcker der Umgebung gerade spenden. Die Mitarbeiter der Tafel fahren regelmäßig die Geschäfte an und sammeln alles ein. Die meisten Lebensmittel sind zwar an der Grenze zum Mindesthaltbarkeitsdatum. „Wenn es aber ein paar Tage darüber liegt, kann es in der Regel immer noch verzehrt werden“, sagt Fröhlich. Vorsicht ist allerdings bei Milchprodukten wie Joghurt geboten. Damit sich die Lebensmittel länger halten, werden sie im Kühlfahrzeug transportiert und in begehbaren Kühlzellen gelagert. Sorgen macht dem Leiter der Tafel vor allem eines: Die Spenden sind in diesem Jahr knapp geworden. Mittlerweile verkaufen viele Discounter ihre Lebensmittel, die nur noch begrenzt haltbar sind, selbst für den halben Preis. „Sie gehen in Zeiten der Wirtschaftskrise sparsamer mit ihren Ressourcen um“, vermutet Fröhlich. Normalerweise gab es für die Familien in der Vorweihnachtszeit einen Extra-Beutel. „Darauf müssen wir in diesem Jahr verzichten.“ (cra)