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Bei einem Sieg flossen sogar Tränen

Kandidaten vorgestellt – heute Dressurreiterin Franziska Horschig.

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Von Jenny Ebert

Heute ist ein großer Tag für Franziska Horschig. Bei der Messe „Partner Pferd“ hat sie in Leipzig einen großen Auftritt als sächsische Pferdekönigin. Es ist ihr erster großer Termin in dieser Funktion, nachdem sie im Sommer die Wahl des Landesverbandes Pferdesport gewonnen hat: mit reiterlichem Können und viel Pferdeverstand. „Ich bin nicht sonderlich aufgeregt wegen dem Auftritt in Leipzig“, sagt sie im Vorfeld, „ich soll eben dort mit am Stand stehen und bei der Siegerehrung dabei sein.“

Viele Platzierungen in Klasse M

Heute wird sie als Pferdekönigin bei diesen Ehrungen nur eine Nebenrolle spielen, aber als Reiterin für den RFV Rosenhof Görlitz hat Franziska Horschig auch selbst schon oft auf dem Siegertreppchen gestanden. Mit ihrer Stute Dorina, die sie seit gut einem Jahr reitet, hat sie mehrmals Platzierungen in mittelschweren Dressuren unterschiedlichen Niveaus erreicht. Mittlerweile hat die Görlitzerin auch ihre erste schwere Dressurprüfung gemeistert – und ist gleich unter den ersten Zehn gelandet. „Es läuft momentan alles so, wie ich es mir erträumt habe“, meint die 19-Jährige, die nach Feierabend bei ihrer Ausbildung zur Physiotherapeutin jeden Tag im Reitstall ist und ihre beiden Pferde trainiert.

Preis bleibt erstmals zu Hause

Der emotionalste Moment im vergangenen Jahr ist für sie der Sieg des Geraldine-Dorn-Gedächtnispokals beim großen Rosenhofturnier gewesen. Franziska Horschig gewinnt diese Dressurprüfung und ist bei der Siegerehrung sichtlich den Tränen nahe. „Geraldine Dorn war meine erste Reitlehrerin, war gut mit meiner Mutti bekannt. Es war damals ein großer Schock für uns alle, als sie gestorben ist“, erzählt Franziska Horschig. „Es ist fantastisch, dass ich es im zehnten Jahr dieses Pokals geschafft habe, den Preis das erste Mal zu Hause im Rosenhof zu behalten. Das war sehr bewegend.“

Für die Zukunft steht der rührigen jungen Frau noch mehr Stress bevor. Durch ihre guten Leistungen im Dressurreiten im vergangenen Jahr wird sie in den Sachsenkader aufgenommen. Das heißt: Training beim Landestrainer, landesweite Turniere. „Aber ich bin flexibel und glaube nicht, dass ich etwas anderes dafür zurückstecken muss“, sagt Franziska Horschig, „2009 will ich richtig durchstarten.“