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Bei Kreisreform ist Bautzen der Favorit

Die ersten Ergebnisse über die künftigen Stukturen des Freistaates sind durchgesickert. Sie betreffen die Gestalt der künftigen Kreise. Die Verwaltungen haben darauf zurückhaltend reagiert, denn sie glauben, dass damit das Pferd von hinten aufgezäumt wird.

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Die ersten Ergebnisse über die künftigen Stukturen des Freistaates sind durchgesickert. Sie betreffen die Gestalt der künftigen Kreise. Die Verwaltungen haben darauf zurückhaltend reagiert, denn sie glauben, dass damit das Pferd von hinten aufgezäumt wird. Zunächst einmal, so hat es auch die Kreisspitze in Zittau immer wieder erklärt, müsste das Konzept sich darüber verständigen, welche Aufgaben aus aufzulösenden Landesbehörden wie Regierungspräsidium, Regionalschulamt oder andere auf die Kreise zukommen. Erst danach könnte man darüber diskutieren, ob eine Neuordnung der Kreisstrukturen nötig ist. Im Vordergrund soll dabei die Leistungsfähigkeit stehen. Gerade die Zittauer halten den Aufbau des Kreis-Arbeitsamtes innerhalb von sechs Monaten als einen besonderen Beweis dafür.

Die Menschen im Kreis freilich interessieren andere Dinge. Das zeigt unsere Umfrage der Woche. Sie äußern sich zu einer solchen Reform skeptisch. Die Gründe dafür liegen in Erfahrungen aus dem Zusammengehen von Gemeinden. Einmal schlechte Erfahrungen gemacht, immer schlechte? Auch sonst sind es nahe liegende Dinge, die bewegen: Gibt es in größeren Kreisen dann längere Wege zu den Ämtern oder doch große Außenstellen der Kreisverwaltung in den bisherigen Kreisstädten?

In einem sind sich aber jene, die wir in dieser Woche ganz zufällig auf der Straße nach ihrer Meinung zu diesem Thema fragten, einig: Mit Görlitz will keiner zusammengehen. Alle favorisieren die Kreis-Ehe mit Bautzen. (SZ)