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Görlitz

Bei zehn Cent ist Kulanz angebracht

Solange es nicht um Schwarzfahren, sondern um einen Bagatellbetrag geht, sollte man einfach nachzahlen dürfen, meint Ingo Kramer. 

SZ-Redakteur Ingo Kramer.
SZ-Redakteur Ingo Kramer. © Christian Suhrbier

Die gute Nachricht ist: Die Zeiten, in denen Görlitzer Kontrolleure als „Ticket-Rambos“ einen ganz miesen Ruf hatten, sind nicht zurückgekehrt. Bei dem jetzigen Vorfall waren die Mitarbeiter offenbar freundlich. Sie haben das getan, was ihre Chefs von ihnen erwarten. Das sollte an dieser Stelle durchaus positiv erwähnt werden. Der zweite Teil der Geschichte ist nämlich gar nicht positiv. Die Seniorin ist schließlich nicht schwarz gefahren, sondern sie hat für ihr Ticket bezahlt – nur eben zehn Cent zu wenig. Das ist ein Bagatellbetrag. Hier ist Kulanz angebracht. Wenn der GVB-Sprecher sagt, sein Unternehmen habe „aus eigenem Ermessen eine einmonatige Übergangsregelung gelten lassen“, dann muss es doch auch möglich sein, eine fünfmonatige Übergangsregelung bis zum Jahresende gelten zu lassen. Und das, im Sinne der Gleichbehandlung aller Kunden, natürlich nicht nur für Senioren, sondern für jeden Fahrgast. Wer erwischt wird, sollte die zehn Cent nachzahlen – und fertig.

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