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Beim Fest kommen die Kinder dem Frischling ganz nah

Geising. Der Wildpark Hartmannmühle feierte den zehnten Geburtstag gestern mit einem großen Kinderfest.

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Von Franziska Günther

Mit allem hat Geisings Bürgermeister Frank Gössel (CDU) am Sonntag gerechnet, nur nicht mit Regen. Doch zum zehnten Geburtstagsfest des Wildparks Geising-Hartmannmühle kamen die Gäste trotzdem. Dann eben mit Schirm und Regenjacke. 1997 öffnete die Stadt Geising den Wildpark zwar am 1.Juni, dem Kindertag, dennoch entschieden sich die Veranstalter, erst am Sonntag zu feiern.

Ursula Neubauer aus Glashütte fuhr mit dem Zug zum Wildparkfest und auch ihre Urenkelin Alessia ist mit dabei. Die Dreijährige klammert sich sicherheitshalber fest an die Hand der Uroma. Dabei bewies das Mädchen gestern großen Mut und stieg zum ersten Mal beim Ponyreiten auf ein Pferd. Derweil verzaubert Luftballongestalter Andor Schlegel mit kuriosen Luftballontierfiguren die Kinder. „Jetzt form’ ich euch ein Tier, das es im Wildpark bestimmt nicht gibt“, kündigt er dem staunenden Publikum an. Heraus kommt ein rosafarbener Elefant. Auf einer Bühne gleich nebenan tauchen plötzlich zehn Kinder mit weiß geschminkten Gesichtern, Clownsnasen und schwarzen Anzügen auf. „Das ist die Pantomime-Gruppe des Gymnasiums in Krupka“, erklärt Gössel. Zum ersten Mal sind die Schüler aus der tschechischen Partnerstadt beim Wildparkfest. Leiterin Jana Pucharova hat mit der Gruppe Märchen einstudiert, die führen sie dem Geisinger Publikum vor. Um welches Märchen es sich handelt, müssen die Kinder erraten. Auch Frau Neubauer rätselt mit. Sie will den Wildpark in diesem Jahr auf jeden Fall noch einmal besuchen.

Für das Jubiläumsjahr hat Gössel noch einiges vor. Im Herbst soll ein Fuchsgehege entstehen. Außerdem tummeln sich neuerdings Koi-Karpfen und Goldfische im neu gestalteten Teich. Seit einer Woche lebt auch ein kleines Rehkitz unter den Tieren. Es blieb beim Fest-Trubel aber lieber in seinem Versteck.