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Beim „Zwergenalarm“ kommt keine Langeweile auf

Zum vierten Malerleben Viertklässleram Gymnasium einen Schnuppertag. Sielernen dabei ihrekünftige Schule kennen.

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Von Bärbel Schumann

Englische Worte erklingen von der Bühne der Drei-Felder-Halle. Die Klasse 5c spielt ein Theaterstück, dass sie mit Märchenfiguren und Helden aus Musicals einstudierte. Gespannt lauschen Mädchen und Jungen auf dem Hallenboden sitzend dem Spiel. Mal lachen sie mit einem der Bühnenakteure. Ein anderes Mal amüsieren sie sich, wie musikalisch die kleinen Schauspieler auf der Bühne sind.

Viertklässler entdecken Schule

Das Theaterstück der Fünftklässler bildet den Abschluss eines fast fünfstündigen Programms. Es wurde von Schülern und Lehrern des Martin-Luther-Gymnasiums extra zum „Zwergenalarm“ für die Mädchen und Jungen aus den vierten Klassen der Grundschulen der Region vorbereitet. Bereits zum vierten Mal gab es diesen besonderen „Schnuppertag“ für künftige Gymnasiasten, um sie neugierig auf den Besuch der Harthaer Bildungseinrichtung zu machen.

Los ging es am Morgen mit einem Rundgang für die 130 Mädchen und Jungen durch einzelne Bereiche des Gymnasiums. Schulleiter Lothar Weisheit begrüßte die Viertklässler, ehe sie per Tombola in verschiedene Gruppen eingeteilt wurden.

Tanzen im Gymnastiksaal

Verschiedene Stationen, die auch zu den Ganztagsangeboten des Gymnasiums gehören, konnten anschließend besucht werden. Im Gymnastiksaal gab der Choreograph der Musical-Company Enrico Wendt den Ton an. Unter seiner Anleitung konnten die Viertklässler eine Hip-Hop-Schrittfolge und andere Tanzschritte erlernen. Ein bisschen Eigennutz betrieb die Company dabei. Der Choreograph konnte schon einmal die künftigen Gymnasiasten darauf einstellen, was man alles als Mitglied der Martin-Luther-Musical-Company erlernen kann.

Wem das zu sportlich war, der war in den Räumen der Ganztagsangebote in der zweiten Etage der Mehrzweckhalle richtig. Aus einem der Zimmer war leise das Surren von Modellbahnen zu hören. Drinnen hatte die Arbeitsgemeinschaft Modellbahn eine Anlage aufgebaut. Achtklässler wie Christoph Hopke und Hannes Holtzsch unterstützten hier Lehrer Claus Lichtmann, beim Vorstellen der AG. „Wir müssen vor allem aufpassen, dass die Viertklässler die Bahnen nicht zu schnell laufen lassen. Die Loks sind wertvoll. Die Große kostet um die 300 Euro“, erklärt Stefan Lis, während er zwei Jungen beobachtet, die am Stromregler drehen.

Nüsse voller Wünsche

Zwei Türen weiter sitzt eine Kindergruppe am Tisch und notiert auf kleine Zettel Wünsche. „Denkt daran, dass es alles Dinge sind, die man nicht kaufen kann“, erklärt Kunsttherapeutin Manuela Kahle. Dann falten Anna-Elisabeth von der Großbauchlitzer Grundschule und die anderen Kinder die Zettel und stecken sie in die Schale einer Nuss.

Jede Menge Angebote

Mit einer Heißluftpistole wird die Öffnung verschlossen. Dann erklärt die Kunsttherapeutin den nächsten Schritt, das Filzen mit bunter Wolle. „Es ist, als ob ihr der Nuss ein Kleid anzieht“, erklärt die junge Leipzigerin, die seit Beginn der Ganztagsangebote am Gymnasium das Kreativ-Atelier leitet. Es dauert nicht lange, bis aus den ganz normalen Nüssen Zaubernüsse bei den Kindern geworden sind.

Unterdessen erklärt die kleine Harthaerin Sabrina Zetzsche, dass ihr der Besuch am Gymnasium gefällt und sie gespannt auf die Musical-Company ist. Juliane Raudßius weiß schon, was sie am Gymnasium erwartet: „Meine Schwester Daja war auch schon hier.“

Betrieb herrscht ebenso bei den anderen Programmangeboten des „Zwergenalarms“ die vom chemischen Experimentieren, dem Besuch im Computerkabinett, der Fotowerkstatt, einer Mittelalter-Station bis hin zum Backen reichen. Insgesamt standen den Viertklässlern elf Stationen zur Auswahl.

Monika Brand, Schulleiterin der Waldheimer Grundschule ist begeistert von dem Vormittag: „Wir sind mit 32 Kindern hier. Die Angebote des Gymnasium sind einfach Klasse.“