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Bekommt Dresden doch ein Musical-Theater?

Der Musicalproduzent Kurz hält an seinem Plan fest, 2013 zur Premiere auf den Ferdinandplatz einzuladen. Neben dem Theater sollen zwei Pavillons entstehen.

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Musicalproduzent Friedrich Kurz steckt voller Pläne. „Ich bin meinem Projekt, ein Musical-Theater auf dem Ferdinandplatz in Dresden zu bauen, ein Stück näher gekommen. Wir stecken mitten in den Vorbereitungen“, sagte er gestern.

Er stehe in Verhandlungen mit US-amerikanischen Investoren, die die Finanzierung des 100 Millionen Euro teuren Projektes übernehmen wollen. Kurz habe keine Zweifel daran, dass im Herbst 2013 sein Musical „Michelangelo“ Premiere haben wird. Das Stück sei von Enrico Garzilli komponiert worden und spiegele die ersten 38 Jahre aus dem Leben des Malers und Bildhauers Michelangelo wider. Dieser hatte mit 38 die Sixtinische Kapelle ausgestaltet. Das berühmte Deckengemälde soll mittels Lasertechnik auch im künftigen Theaterbau projiziert werden. Dazu habe Kurz in den zurückliegenden Monaten intensiv mit Professor Karlheinz Brandenburg vom Fraunhofer Institut in Ilmenau zusammenarbeitet. „Die Technik wird ein Highlight für unser Theater. Wir bauen 3000 Plätze. Die Karten sollen zwischen zwölf und 50 Euro kosten“, erklärte Friedrich Kurz.

Unmittelbar neben dem runden Theaterbau plant er zwei Pavillons. In einem werde die „Dresden-Story“, wie er die Geschichte der Stadt nennt, komprimiert in einem 30-minütigen Film zu sehen sein. Auch hierfür arbeite er mit Brandenburg zusammen. In Israel habe er sich zudem Anregungen für die Geschichtsdarstellung geholt.

Den zweiten Pavillon nennt er „Renaissance“. In ihm soll das Wirken von Michelangelo dargestellt werden. Kurz, der 1986 das Musical „Cats“ von Lloyd Webber nach Hamburg brachte, schildert in seiner Biografie „Der Musical-Mann“ die Höhen und Tiefen in seinem Leben und wie er sich in den vergangenen Jahren besonders mit Glaubensthemen befasst hat. (SZ/kle)