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Bischofswerda

Hort im Kulturhaus: Das sagen die Stadträte

Der neue Vorschlag für die Nutzung des Gebäudes in Bischofswerda findet Zustimmung. Anderes bleibt dagegen umstritten.

Kulturhaus Bischofswerda
Kulturhaus Bischofswerda © Steffen Unger

Bischofswerda.  Der Innenstadt-Hort könnte einer der künftigen Nutzer des Kulturhauses in Bischofswerda werden, neben Ämtern der Stadt und der Landesbehörde für Datenverarbeitung. Bei den Stadträten findet das Zustimmung. Robert Geburek (Bürger für Bischofswerda) spricht vom bisher "sinnvollsten Vorschlag" zur Nutzung des Objektes. 

Vertreter aller Stadtratsfraktionen außer der AfD, die sich wegen der Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit der Corona-Krise nicht im Detail äußern wollte, verweisen auf die Standortfaktoren. Dabei geht es insbesondere um die Nähe zur Grundschule und die Gestaltungsmöglichkeiten für das Außengelände, wofür auch das Wäldchen hinterm Kulturhaus, einst Pionierpark, genutzt werden sollte.  

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Eine noch offene Frage sei die der Finanzierung für den Hortbereich, sagt Bernd Grüber (CDU). Begründet sei das in der Corona-Krise, wodurch Informations- und Beratungstermine des Stadtrates verschoben werden mussten.

"Lage und Umfeld sprechen dafür", sagt Simone Keimel (Linke/SPD). Ob es für den Hort eine  preiswertere Lösung gibt, wäre zu klären. "Die Stadt löst ein dringendes Erfordernis mit idealen Möglichkeiten für die Förderung",  erwartet Karl-Heinz John (FDP). Das Gesamtprojekt werde damit "wesentlich attraktiver". 

Hoffen auf hohe Förderung

Dieses Gesamtprojekt sieht den Umbau des Kulturhauses zu einem Verwaltungs-, Kultur- und Konferenzzentrum vor. Die Stadt ließ dafür eine Studie erarbeiten. Was sie gebracht hat, wird von den Fraktionen unterschiedlich bewertet, zumal von einem Konferenzzentrum keine Rede mehr ist. CDU und FDP stützen die Argumentation von OB Holm Große (parteilos), wonach das Konzept "bedarfsgerecht weiterentwickelt" werde.

Bernd Grüber: "Das Gutachten dient auch bei den jetzigen weiterführenden Überlegungen als wichtige Grundlage." Karl-Heinz John: Die Studie "ist der Ausgangspunkt aller weiteren Ideen und somit kein Dogma".  Trotz Corona müsse man an dem Konzept weiterarbeiten, um die in Aussicht gestellte Förderhöhe für die Revitalisierung des Kulturhauses von mindestens 80 Prozent zu erreichen. 

Robert Geburek hält dem entgegen: "Eine Machbarkeitsstudie ist natürlich immer von den Vorgaben des Auftraggebers abhängig. Wir haben von Anfang an gesagt, dass diese Fördersumme unrealistisch ist."  Aus Sicht von Linke/SPD fehlen in Bischofswerda die Voraussetzungen, um ein Kongress- und Verwaltungszentrum einschließlich Kultur zu etablieren. Die Verwaltung immer weiter weg vom Zentrum unterzubringen, laufe den Bestrebungen entgegen, den Marktplatz zu beleben.

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