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Benachteiligung bei Schulbus ist vom Tisch

Fünf Monate nach dem Konflikt um teure Schulbuskilometer für eine Familie aus Tetta hat der Landkreis jetzt doch im Interesse der Schülerin seine Position geändert. Die Eltern müssen ab sofort wie andere Familien auch einen Eigenanteil von 13 Euro pro Monat bezahlen.

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Fünf Monate nach dem Konflikt um teure Schulbuskilometer für eine Familie aus Tetta hat der Landkreis jetzt doch im Interesse der Schülerin seine Position geändert. Die Eltern müssen ab sofort wie andere Familien auch einen Eigenanteil von 13 Euro pro Monat bezahlen. Das teilte die betroffene Mutter der SZ freudig mit. Zuvor waren es 31 Euro pro Monat, mit denen die Familie belastet wurde. Auch das zu viel gezahlte Geld wird den Eltern zurückerstattet.

Der Grund für die Ungleichbehandlung lag in der tariflichen Zuordnung der Dörfer in der Gemeinde Vierkirchen durch den Verkehrsverbund Zvon. Dadurch kommt es zu einer Verwischung der tatsächlichen Entfernungen. Der Zvon hat diese Zuordnung zu verschiedenen Tarifpunkten in Vierkirchen aber bisher nicht geändert.

Dafür weicht das Landratsamt von seiner ursprünglichen Position ab. Die Schülerin sollte aus Sicht der Behörde nach Löbau fahren, weil das kostengünstiger gewesen wäre. Sie hätte das Abitur entgegen ihrem Wunsch dort aber nicht in der Richtung Gesundheit und Soziales erwerben können. Am beruflichen Gymnasium im BSZ Görlitz ist das möglich. Diese Profilierung beim Abitur wird vom Landratsamt jetzt doch anerkannt. (SZ/ah)