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Bergsingen mit viel musikalischer Abwechslung

Was der Frauenchor Elstra e.V., unterstützt durch Stadtverwaltung, Landratsamt Kamenz und viele fleißige, unentbehrliche Helfer, seit nunmehr 19 Jahren organisiert, hat sich unter gleichnamigen Veranstaltungen in Sachsen schon längst einen guten Namen gemacht.

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Von Heiko Schreiber

Was der Frauenchor Elstra e.V., unterstützt durch Stadtverwaltung, Landratsamt Kamenz und viele fleißige, unentbehrliche Helfer, seit nunmehr 19 Jahren organisiert, hat sich unter gleichnamigen Veranstaltungen in Sachsen schon längst einen guten Namen gemacht. Bei hochsommerlichen Temperaturen und vor einem erwartungsfrohen Publikum begrüßte Barbara Bittner die angereisten Chöre und Gäste auf das Herzlichste und führte charmant durch das zirka zweistündige Programm.

Musikalische Abwechslung war am Sonntagnachmittag oberhalb des Skiheimes am Elstraer Schwarzenberg angesagt. Los ging es mit den Jüngsten, dem „Bummichor Elstra“. Die Mädchen und Jungen der zweiten bis vierten Klasse der Grundschule der Kleinstadt hatten sich unter Leitung ihrer Musiklehrerin Ingrid Simmang ein abwechslungsreiches, kleines Programm mit in Deutsch gesungenen Liedern aus Portugal, Griechenland, den USA und dem eigenen Heimatland herausgesucht.

Als Gastgeber bot der Elstraer Frauenchor ebenfalls unter musikalischer Leitung von Ingrid Simmang eine Mischung aus Volksliedern und einem wohlklingenden, interessanten Ausschnitt aus einer holländischen Tanzliederkantate. Dann wurde der musikalische Staffelstab symbolisch an die Chorgemeinschaft Schwepnitz-Cosel weitergereicht. Obwohl etwas rar an Männerstimmen zeigten sich die 42 Sängerinnen und Sänger unter Leitung von Renate Blüthgen stimmlich voll auf der Höhe. Ob das moderne Lied „Wunderbare Welt“ oder klassisches Liedgut von F. M. Bartholdy (Im Walde) und Brahms (Erlaube mir, feints Mädchen) – das Publikum bewies mit seinem Beifall, dass es ihm gefallen hatte.

Bei dem nun folgenden Aufzug der Chöre gesellten sich noch drei weitere Klangkörper hinzu und sangen gemeinsam mit den Besuchern zwei bekannte deutsche Volkslieder. Danach hieß es Bühne frei für den Frauenchor Viva la musica Altdöbern, der erstmals bei dieser Veranstaltung zu Gast war. Die 23 Sängerinnen boten sowohl altklassisches als auch internationales Liedgut, so zum Beispiel das mexikanische „Die Habanera…“. Chorleiter Werner Gurk konnte mit seinen Frauen gerade das fünfzehnjährige Jubiläum feiern.

Mit dem Sorbischen Männerchor Delany kamen alte Bekannte zum Schwarzenberg. Unter dem Dirigat von Chorleiter Paul Scholze gaben die zirka 40 sangesfreudigen Herren mit wunderschönen Liedern ihrer sorbischen Heimat einen Einblick in ihre musikalische Gefühlswelt. Da passte das Königslied der Berge „La Montanara“ zum ausgewogenen Gesamtprogramm. Zuletzt stand noch eine ganze Anzahl junger Mädchen und einige Jungen auf der Bühne: der Gospelchor des Sauerbruchgymnasiums Großröhrsdorf. Unter Leitung von Valeska Nowakovski waren sie mit ihren schwungvollen, rhythmischen englischen Songs ein durchaus belebendes Element.

Zum Abschluss sangen alle Chöre noch einmal gemeinsam „Wohlauf in Gottes schöne Welt…“ – einen passenderen Abschluss unter lang anhaltendem Beifall konnte es an diesem sonnenüberstrahlten Sonntagnachmittag nicht geben.