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Berufsfachschule verzichtet auf Schulgeld

Die Einrichtung der Caritas kehrt damit zurkostenlosen Ausbildung zurück –vorerst für ein Jahr.

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Von Jenny Ebert

Bei der Berufsfachschule für Gesundheit und Pflege der Caritas wird im kommenden Jahr kein Schulgeld erhoben. Das teilte Schulleiterin Rita Lehmann jetzt mit. „Wir haben jahrelang kein Schulgeld erhoben und das erst in den vergangenen zwei Jahren eingeführt. Jetzt kehren wir zum Ausgangspunkt zurück.“

Schuld sind die unterschiedlichen Förderungsgepflogenheiten. Schulen in kommunaler Trägerschaft wie beispielsweise das Berufliche Schulzentrum Görlitz erhalten für ihre Kosten eine komplette Förderung, Einrichtungen freier Träger wie die Caritas-Berufsfachschule hingegen nur eine Pauschale, die etwa 60 Prozent der Kosten deckt.

Folge: Bei freien Trägern kommen auf die Schüler Kosten hinzu. Im Fall der Caritas waren das zuletzt 50 Euro im Monat – für manche Jugendliche viel Geld. Diese Kosten trägt nun wieder der Caritasverband, auch um auf dem Markt besser mitspielen zu können.

Die Einjährige Berufsfachschule des Caritasverbandes Görlitz bietet Schulabgängern für ein Jahr die Möglichkeit, sich auf einen sozialpädagogischen Beruf wie Erzieher oder auf einen pflegerischen Beruf wie Krankenschwester oder Altenpfleger vorzubereiten. Dabei werden theoretische und praktische Grundkenntnisse gelehrt, die den Schülern reale Einblicke in den künftigen Berufsalltag vermitteln sollen. Etwa 15 Schüler nutzen pro Jahr dieses Angebot der Caritas, bevor sie sich für eine Ausbildung entscheiden.

Bewerbungen und Anfragen an: Berufsfachschule für Pflege und Gesundheit des Caritasverbandes Görlitz e.V., Blumenstraße 36, 02826 Görlitz, Tel.: 03581/401036, Ansprechpartner: Rita Lehmann.