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Beschilderung für Radrouten kommt

Seit vier Jahren wird an der Umsetzung dreier Themenrouten gefeilt. Jetzt gab es die entscheidende Nachricht.

Von Sylvia Gebauer

Die neuen Karten in Pulsnitz, Stein, Großröhrsdorf und etlichen anderen Orten im Pulsnitz- und Rödertal geben eine erste Orientierung und fallen auf. In den 13 Kommunen der Förderregion Westlausitz sind sie zu finden. Sie weisen auf drei Themenrouten hin.

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Doch wollen Radtouristen der Strecke folgen, brauchen sie bisher vor allem eins, ein ziemlich gutes Gedächtnis. Sie müssen sich die Route einprägen, von einer Beschilderung fehlt noch jede Spur. Das wird sich ändern. Denn jetzt steht fest: die Beschilderung kann endlich angebracht werden, die Finanzierung steht. Patrick Anders vom Planungsbüro Schubert – hier ist das Regionalmanagement der Region Westlausitz ansässig – freut sich sehr über die vorweihnachtliche Nachricht. Immerhin arbeiten die Planer bereits seit vier Jahren an diesem Projekt.

Die Idee, die hinter den Themenrouten steckt, ist einfach, wie genial. Jeder Ort hat seine Besonderheiten, vor allem Plätze oder Firmen, bei denen sich Besuche lohnen. Warum nicht die Potenziale nutzen und daraus Themenrouten entwickeln? Stück für Stück wurde der Verlauf der Produkt-, Kultur- und Naturerlebnisroute entwickelt. Wer der jeweiligen Themenroute folgt, gelangt so zu Museen, Handwerkern oder Naturschönheiten. Getreu dem Motto „Per Rad auf Erkundungstour“.

Höhepunkte sind solche Sehenswürdigkeiten wie die Pfefferkuchenschauwerkstatt in Pulsnitz oder das Technische Museum der Bandweberei Großröhrsdorf oder auch das Massenei-Bad in der Naturerlebnisroute.

Zudem können sich alle Interessierten auch zu den wichtigsten Wanderzielen informieren. „Das haben die Gemeinden gefordert, damit die Infotafeln zugleich auch als Wanderkarten genutzt werden können“, sagt Patrick Anders. Die Karten und die Holzgestelle waren das geringste Problem. Mittlerweile sind alle 32 Tafeln aufgestellt. Fünf von ihnen stehen im Rödertal, drei in Arnsdorf, zwei weitere in Wachau. Jetzt folgt der entscheidendste Schritt, die Beschilderung.

Das Ganze verzögerte sich, da die Schilder über ein Fördermittelprogramm finanziert werden sollten. Immer wieder riefen die Behörden bei Patrick Anders an. Er bekam nicht das Okay, sondern immer neue Forderungen. Erst gab’s die Vorprüfung durch die Bewilligungsbehörde in Bautzen, anschließend entschied das Landesamt für Straßenbau und Verkehr in Meißen. Das dauerte. Die Wartezeit hat ein Ende. Endlich. „Das Material für die Schilder ist da. Wir wollen sie im Frühsommer 2014 anbringen. Wenn alles klargeht, kann die Route im Sommer 2014 eröffnet werden“, sagt Daniela Retzmann vom Planungsbüro Schubert optimistisch.

Alle hoffen, dass es diesmal nicht nur ein Traum bleibt, sondern die Wünsche in Erfüllung gehen. Wer die Tour vorab schon einmal erkunden will, hat zurzeit jedenfalls noch drei Möglichkeiten: die Wanderkarte der Westlausitz, ein Foto von den Tafeln machen oder sich eben die Route merken.