merken
PLUS Sebnitz

Besondere Panoramatour

Bei dem Sportevent in der Sächsischen Schweiz herrschte eine spezielle Atmosphäre. Für viele Läufer war es der erste Wettkampf des Jahres.

Laufen in der Sommerhitze: bei der Panoramatour in Hinterhermsdorf.
Laufen in der Sommerhitze: bei der Panoramatour in Hinterhermsdorf. © Steffen Unger

Die Stimmung ist in der Regel immer gut bei der alljährlichen Panoramatour in der Sächsischen Schweiz, in diesem Jahr aber herrschte noch einmal ein ganz besondere Atmosphäre. "Die Leute waren einfach froh, dass sie überhaupt starten durften", sagt Hans-Joachim Weidner von den Lausitzer-Sportevents, der die Veranstaltung mit seinem Team zum zwölften Mal auf die Beine stellte. 

Lange war unklar, ob das  dreitägigen Lauf-, Wander- und Radevent zwischen Krippen im Elbtal und Hinterhermsdorf bei Sebnitz in diesem Jahr überhaupt stattfinden kann. Aufgrund der Corona-Pandemie fielen bislang fast alle Wettkämpfe aus, in vielen Bundesländern sind die Bestimmungen noch restriktiver als in Sachsen. So war es für die meisten Teilnehmer der erste Wettbewerb überhaupt in diesem Jahr, bei dem sie auf die Strecke gehen durften. 

Sachsenbessermachen.de
Wir geben Geschichten aus Sachsen eine Bühne.
Wir geben Geschichten aus Sachsen eine Bühne.

Hinsehen, Zuhören, Lösungen finden - gemeinsam. Sachsen besser machen!

Für viele Läufer war die Panoramatour der erste Wettkampf in diesem Jahr.
Für viele Läufer war die Panoramatour der erste Wettkampf in diesem Jahr. © Steffen Unger

Dementsprechend hat sich der Starterkreis geografisch erweitert. "Wir hatten relativ viele neue Gäste aus anderen Bundesländern", sagt Veranstalter Weidner. Die Teilnehmer kamen aus Nürnberg, München oder Garmisch-Partenkirchen in die Sächsische Schweiz, um bei der Panoramatour anzutreten. Ein größere Anzahl reiste aus Hamburg an.

Unter dem gegebenen Bedingungen musste die sonstige Großveranstaltung ein paar Nummern kleiner ausfallen als in den vergangenen Jahren. Eine ganze Reihe der sonst über 40 Einzelwettbewerbe vom Straßenradrennen über Mountainbiketouren bis zum Nordic Walking wurde zusammengestrichen, unter anderem weil der erforderliche Abstand an den Verpflegungsstationen nicht gewährleistet hätte werden können.

Schwitzen vor dem Elbsandsteinpanorama.
Schwitzen vor dem Elbsandsteinpanorama. © Steffen Unger

Nach einem Teilnehmerrekord 2019 mit über 2.600 Startern an allen drei Tagen, waren es in diesem Jahr immerhin 1.200 Teilnehmer. Davon haben rund 250 Läufer die Drei-Etappen-Tour am Freitag, Samstag und Sonntag absolviert. Manch ein Freizeitathlet war nach der monatelangen Wettkampfpause derart ausgehungert, dass er sogar bei fünf Einzelwettbewerben antrat, berichtet Organisator Hans-Joachim Weidner. 

Eine Herausforderung war die große Hitze mit Temperaturen jenseits der 30 Grad Celsius am Wettkampfwochenende. Von einigen Startern gab es deshalb Beschwerden über zu wenige Wasserstellen entlang der Strecken. Alle paar Kilometer einen Verpflegungsstand einzurichten, ist in der Sächsischen Schweiz aber einfach nicht möglich erklärt Hans-Joachim Weidner. 

Wanderer konnten auch schon vorher auf die Strecke gehen, um das Starterfeld zu entzerren.
Wanderer konnten auch schon vorher auf die Strecke gehen, um das Starterfeld zu entzerren. © Steffen Unger

Die kleineren Wege können schlicht nicht mit einem Auto befahren werden, um Verpflegung überall hinzukarren, zudem gelten im Nationalpark besonders strenge Naturschutzregeln, an die sich die Veranstalter halten müssen. Für die Hitze könne schließlich niemand etwas, sagt der Veranstalter. Nachdem sie im Ziel mit einer kühlen Dusche und einem Freibier begrüßt wurden, hätten sich die meisten Gemüter auch wieder beruhigt.

Um den Hygieneanforderungen gerecht zu werden, mussten Start- und Zielbereiche in Hinterhermsdorf und die Verpflegung in diesem Jahr räumlich getrennt voneinander aufgebaut werden. Dafür waren deutlich mehr Absperrgitter erforderlich, was wiederum die Kosten in die Höhe trieb. Für die ausgeschriebenen Wandertouren konnten die Teilnehmer zudem schon vor dem eigentlichen Wettkampfwochenende am Mittwoch und Donnerstag auf die Strecken gehen, um das Starterfeld zu entzerren. Besonders ältere Wanderfreunde hätten dies begrüßt. 

Ein ausdrückliches Lob möchte Organisator Hans-Joachim Weidner dem Gesundheitsamt beim Landratsamt in Pirna aussprechen. Die Behördenmitarbeiter seien im Vorfeld jederzeit ansprechbar gewesen - das habe er bei Veranstaltungen in Berlin und Brandenburg schon ganz anders erlebt.   

Mehr Nachrichten aus Pirna lesen Sie hier.

Den täglichen kostenlosen Newsletter können Sie hier bestellen. 

Mehr zum Thema Sebnitz