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Besser anrufen als wegschauen

über herrenlose Katzen und Hunde

Ingo Kramer

Dass immer mehr Tiere ausgesetzt werden, ist schon traurig genug. Oft aber kommt dann auch noch die Hilflosigkeit der Finder hinzu. Viele wissen nicht, was zu tun ist, wenn sie irgendwo ein herrenloses Tier finden oder gleich mehrere. Eine definitive Antwort auf diese Frage gibt es leider auch gar nicht. Bloß nicht füttern, sagen die einen. Tierheimchef Peter Vater und den Mitarbeitern vom Ordnungsamt aber ist das zu hart. Füttern ist in Ordnung, aber bitte maßvoll, raten sie übereinstimmend. Ansonsten nämlich vermehren sich die Tiere zu sehr. Und das will nun wirklich keiner. Auf jeden Fall sollten sich die Leute zeitig genug bei ihm melden, wenn sie irgendwo eine Population entdecken, sagt Peter Vater. Dann nämlich kann er noch einen Marschplan entwickeln, bevor die Vermehrung überhand nimmt. Gerade bei Katzen, die rasant Nachwuchs bekommen können, ist das wichtig. Dass irgendwo tatsächlich 100 oder mehr wilde Katzen gleichzeitig leben, hat der Tierheimchef in Görlitz bisher zum Glück noch nicht erlebt. 15 bis 25 aber können es auch hier durchaus sein – auch mitten in der Stadt. Das kann auf Dauer nicht gut sein – weder für die Tiere selber noch für ihre Umwelt. Um es nicht dazu kommen zu lassen, ist ein wachsames Auge der Anwohner wohl das Wichtigste.

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