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Bessere Bedingungen für Bahnfahrer

Schirgiswalde-Kirschau will dieses Jahr das Gelände am Bahnhof umgestalten. Das ist nicht die einzige Investition.

Die Arbeiten am neuen Feuerwehrgerätehaus in Schirgiswalde werden demnächst abgeschlossen. Nur wenige Meter davon entfernt setzt Schirgiswalde-Kirschau dieses Jahr ein Vorhaben um, das die Bedingungen für Bahnfahrer verbessern soll. Auf der Fläche, auf de
Die Arbeiten am neuen Feuerwehrgerätehaus in Schirgiswalde werden demnächst abgeschlossen. Nur wenige Meter davon entfernt setzt Schirgiswalde-Kirschau dieses Jahr ein Vorhaben um, das die Bedingungen für Bahnfahrer verbessern soll. Auf der Fläche, auf de © SZ/Uwe Soeder

Schirgiswalde-Kirschau. Das ist was Neues für Schirgiswalde-Kirschau: „Für die Jahre 2019 und 2020 haben wir erstmals einen Doppelhaushalt erarbeitet“, berichtet Bürgermeister Sven Gabriel (FDP). Der Etat muss noch vom Stadtrat beschlossen werden. Der Entwurf lässt jedoch schon erkennen, wo die Stadt in nächster Zeit investieren will.

Bahnstation in Schirgiswalde soll attraktiver werden

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Im Gespräch ist das Vorhaben schon seit Längerem, nun wird es realisiert: „Wir gestalten dieses Jahr die Bahnstation in Schirgiswalde um“, kündigt Sven Gabriel an. Durch verschiedene Maßnahmen soll das Gelände aufgewertet werden. Die Züge halten künftig nicht mehr direkt am ehemaligen Bahnhofsgebäude, sondern ein Stück weiter in Richtung des Platzes, auf dem die König-Albert-Eiche steht. Auf dem Gelände, das sich zwischen dem neuen Haltepunkt und der Straße befindet, werden Parkplätze angelegt, ein Fahrgastinformationssystem installiert, Bänke aufgestellt und einiges mehr. Mit dem Verkehrsverbund Zvon will die Stadt sich darüber abstimmen, wie der Busverkehr einbezogen werden kann, denn in der Nähe gibt es eine Bushaltestelle. Rund 400 000 Euro sind insgesamt für das Projekt eingeplant.

Auf dem einstigen Vegro-Gelände in Kirschau entsteht eine neue Straße

Eine ganz neue Straße entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Textil-Kombinates Vegro in Kirschau. Sie soll die Erschließung der Flächen und somit die Bedingungen für dort ansässige und für neu hinzukommende Unternehmen verbessern. Ein erster Abschnitt, der die Bautzener Straße mit der Mönchswalder Straße verbindet, wurde 2018 gebaut. Dieses Jahr folgt ein weiteres Stück. Es führt von der Mönchswalder Straße rechts am alten Vegro-Verwaltungsgebäude vorbei bis zu den Hallen, die von der Firma Vegro-Teppichboden, den Kirschauer Aquakulturen und der Sächsischen Spirituosenmanufaktur genutzt werden. Für Straßenbau, Schmutz- und Regenwasserkanäle sowie Straßenbeleuchtung sind knapp 1,3 Millionen Euro veranschlagt. Der Bauauftrag wird dieser Tage vergeben. Die neue Trasse soll später noch über ein Feld bis an die Straße zwischen Wilthen und Kirschau verlängert werden.

Schulen bekommen zusätzliche Zimmer und moderne Computer

Im Gebäude der Goethe-Schule in Schirgiswalde werden seit letztem Jahr unterm erneuerten Dach drei zusätzliche Zimmer nutzbar gemacht. Die Grundschule bekommt einen neuen Werk- und einen Computerraum; die freie christliche Mittelschule einen Gruppenraum. „Dieses Jahr stellen wir die Zimmer fertig“, sagt der Bürgermeister. Außerdem sollen in allen Etagen die Fußböden der Flure erneuert werden. Zudem will die Stadt moderne Computertechnik für die Schirgiswalder und die Kirschauer Grundschule anschaffen.

Situation vor dem Crostauer Kindergarten wird sicherer

Auch in ihre Kitas investiert die Stadt. „Vor dem Zwergenhaus am Kälberstein in Crostau legen wir Parkplätze an, damit Eltern und Kinder beim Bringen und Abholen nicht mehr die Straße überqueren müssen“, stellt Sven Gabriel in Aussicht. Außerdem ist vorgesehen, den Eingangsbereich umzugestalten und eine neue Garderobe einzurichten. Im Garten der Schirgiswalder Kita Regenbogen soll ein Pavillon saniert werden.

Beseitigung von Hochwasserschäden geht dem Ende entgegen

Mehrere umfangreiche Maßnahmen zur Beseitigung von Flutschäden schließt die Stadt in den nächsten Monaten ab. Die beiden neu gebauten Spree-Brücken in Kirschau sollen im ersten Halbjahr freigegeben werden; die Brücken in Rodewitz bis zum Jahresende. Das neue Feuerwehrgerätehaus in Schirgiswalde sowie der Gebäudekomplex für die Feuerwehr Kirschau-Rodewitz und den städtischen Bauhof, der in Kirschau entstanden ist, werden voraussichtlich im Mai eingeweiht. „Derzeit laufen dort Ausstattungsarbeiten. Am Standort in Kirschau ist außerdem noch eine Kaltlagerhalle zu bauen“, berichtet der Bürgermeister. Die Arbeiten an der Niedercrostauer Straße in Crostau ruhen derzeit. Sobald das Wetter es zulässt, starten sie wieder. „Dann brauchen wir noch etwa drei Monate, bis die Straße wieder freigegeben werden kann“, sagt Sven Gabriel. Neu begonnen werden verschiedene kleine Maßnahmen zur Flutschadensbeseitigung, zum Beispiel an der Kesselstraße und am Spreeweg in Kirschau sowie an der Kieferbergstraße in Schirgiswalde. Unter anderem sind ausgespülte Bankette zu erneuern.